Neue Außenwohngruppe in Au am Inn

von Redaktion

Die Stiftung Ecksberg hat eine neue Außenwohngruppe. In Au (Gemeinde Gars) wurde die Einrichtung jetzt eingeweiht.

Gars – Niemand, der bei der kirchlichen Segnung der Außenwohngruppe der Stiftung Ecksberg in Gerer, oberhalb von Au am Inn, dabei war und auf die Terrasse des Hauses trat, konnte sich dem beeindruckenden Ausblick und der einmaligen Lage entziehen. Wohl nicht nur deshalb betonte Marianne Osl, die Leiterin der Wohngemeinschaften Ramsau, sie wäre vom ersten Moment an fasziniert gewesen und schon bei der ersten Besichtigung beeindruckt von der Lage und dem Zuschnitt des Hauses gewesen. „Da habe ich mich sofort heimisch gefühlt“, berichtete sie.

Das Projekt an sich lief recht reibungslos und unbürokratisch, kleinere Umbauten und Ergänzungen waren schnell gemacht. „Hier soll die Gruppe eine Heimat finden und sich daheim fühlen“, so Osl. Norbert Strahllechner, Bürgermeister der Marktgemeinde Gars, freute sich über eine weitere Einrichtung für Menschen mit Behinderung: „Gars beherbergt ja schon mehrere Wohngruppen oder Außenstellen von Behinderteneinrichtungen. Die sind ganz natürlich ins tägliche Leben eingegliedert, Menschen mit Behinderung gehören zu unserem Ortsbild, Inklusion wird und wurde gelebt, lange bevor der Begriff bekannt war“, unterstrich das Gemeindeoberhaupt.

Der Zweite Vorstand der Stiftung Ecksberg, Stefan Reiter, betonte, dass die verteilte Unterbringung durchaus so gewollt sei, „auch wenn eine zentrale Lösung einfacher wäre“. Derzeit gebe es in der Stiftung Ecksberg zehn dezentrale Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung, vier für körperlich und fünf für psychisch Beeinträchtigte.

Die Aufteilung in kleine autarke Wohngruppen ermögliche eine individuelle Betreuung und Lebensgestaltung nach dem Motto: „Jedem das seine, soweit als möglich“.

Details zur Einrichtung

• In der Außenwohngruppe Au leben fünf Personen mit einer geistigen Behinderung.

• Alle fünf Personen gehen tagsüber einer Tätigkeit in den Ecksberger Werkstätten/Förderstätten nach.

• Für die Betreuung stehen derzeit sechs Mitarbeiter in Teilzeit zur Verfügung. Nachts ist ein Mitarbeiter in Nachtbereitschaft vor Ort.

• Die AWG Au organisiert sich in den Alltagsdingen selbst. Das Einkaufen wird von den Bewohnern mit Unterstützung der Mitarbeiter erledigt.

• Die Lage des Objektes erlaubt es auch Tiere zu halten.

• Der großzügige Freiraum im Außenbereich ermuntert zu Bewegungsaktivitäten und bietet Gestaltungsräume.

• Die Bewohner werden unterstützt, am Leben der Gemeinde teilzunehmen. Die notwendige Mobilität der Bewohner und der Wohngruppe wird durch ein eigenes Fahrzeug gewährleistet.

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