Waldkraiburg – Jürgen Zabelt und Anja Pitsch, die bei einer ihrer Streifen in der neuen Montur bei den Waldkraiburger Nachrichten vorbeischauen, sind zufrieden: „Summa summarum passt alles. Gute Qualität“, sagt Zabelt. „Die Jacke ist wie bei der Polizei“, freut sich Pitsch.
Und: Nicht nur über dem Wappen am Oberarm der Jacke steht unübersehbar: „Sicherheitswacht“. Auch die anderen Kleidungsstücke weisen die zwölf Frauen und Männer als Mitglieder der SiWa aus. Die klare Erkennbarkeit, ein einheitliches Erscheinungsbild, war den Sicherheitswachtlern wichtig, so Dietmar Meißner. Der Polizeihauptkommissar, der bei der Inspektion Waldkraiburg für die SiWa zuständig ist, hat die ehrenamtlichen Helfer zur Einkleidung ins Polizeipräsidium begleitet. Dort waren die SiWa-Einheiten aus Südostbayern die ersten im ganzen Freistaat, die ausgestattet wurden. Jürgen Zabelt freut sich besonders drüber, dass auf Anregung seiner Waldkraiburger Kollegin Anja Großmann auch die Warnweste mit Aufdruck aufgenommen wurde.
SiWa wünscht sich einheitliches
Erscheinungsbild
Damit wirklich alles aus einem Guss ist, fehlt den SiWa-Mitgliedern eigentlich nur noch eins zum Glück: die einheitliche Diensthose mit speziellen Taschen für Taschenlampe, Erste-Hilfe-Material und ähnliche nützliche Dinge, die sie bei ihren drei bis vier Stunden langen Streifengängen brauchen.
Die Hosen sollen sie nicht von ihrer „geringen Aufwandsentschädigung“ bezahlen müssen, finden die SPD-Stadträte Richard Fischer, Christine Blaschek und Alex Will. Sie haben deshalb in einem Schreiben an Bürgermeister Robert Pötzsch beantragt, die Stadt solle die Kosten übernehmen. Schließlich seien die Bürger Nutznießer des ehrenamtlichen Dienstes, schreiben sie in ihrer Begründung. Und außerdem kosten zwölf Hosen nicht die Welt. Auch die Softshell-Jacken, mit denen die SiWa zum Start im vergangenen Jahr für die kalte Jahreszeit ausgestattet wurde, hatte die Stadt bezahlt, ebenso eine kleine Grundausstattung, Regenschirme, Erste-Hilfe-Material.
„Ich bin froh, dass es die Sicherheitswacht gibt“, sagt Bürgermeister Robert Pötzsch auf Anfrage. Die Übernahme der Kosten will er aber nicht einfach zusagen. In einer der nächsten Sitzungen werde man den Antrag behandeln, sichert er zu. Zuvor sei noch abzuklären, wie teuer die Anschaffung käme und ob nicht doch der Freistaat, der aus Sicht von Pötzsch eigentlich zuständig wäre, die Kosten trägt.