Listiger als der Erbschleicher

von Redaktion

Der „verkaufte Großvater“ ist dem Schenk Gustl auf den Leib geschneidert. Aber auch das restliche Ensemble der Stoabacher Laienbühne glänzte bei der Premiere.

Aschau – Mit der bekannten Volkskomödie „Der verkaufte Großvater“ stellte die Stoabacher Laienbühne unter der Regie von Thomas Winterer ihr Können unter Beweis. In der ausverkauften Aschauer Gemeindehalle beklatschten die amüsierten Zuschauer bei der Premiere gelungene Szenen genauso begeistert wie alle drei von Anton Hamik geschriebenen Akte.

Das Stück ist geprägt vom Großvater, der dem Gustl Schenk auf den Leib geschnitten ist und der ihn auch hervorragend umsetzte. Aber auch den Haslinger, als dessen Gegenpart, spielte Werner Koziol gekonnt im Wechselbad der Gefühle. Daneben seine unverstandene Frau Nanni, die zuerst auf den Bauern einschimpft, dann aber liebevoll den Großvater umsorgt, wird authentisch von Birgit Neumeier dargestellt.

Klemens Schneider schlüpfte in die Rolle des Kreithofers und spielte in seiner Natürlichkeit, den Bauern der zunächst nach dem gelungenen Verkauf seines Großvaters oben auf war, dann aber immer mehr von Zweifeln geplagt wurde, ob das moralisch richtig sei.

Magdalena Hopf amüsierte das Publikum als Magd Zenz, die nur von dem drangsalierenden Großvater wegwollte, ihm aber auf dem Haslinger Hof polternd wieder direkt in die Arme lief.

Als dem Kreithofer Lois und der Haslinger Ev‘ von ihren Eltern die Heirat aufgezwungen werden sollte, wehrten sie sich vehement dagegen, aber als es zwischen den beiden funkte, stellten sich die Kreithofers quer.

Matthias Mies und Hanna Langwieder überzeugten in den Rollen neben den Zuschauern auch den Großvater von ihrer Liebe und bald stand ihrem Glück nichts mehr im Weg.

Von der angeblichen Heirat seiner Schwester kommt Knecht Martl (Florian Asanger) betrunken heim und wunderte sich, dass seine Jacke ohne Haken an der Wand auf den Boden fällt. Vergnügt beklatschen die Theaterbesucher auch die Szene, als er dann verdutzt seiner leibhaftigen Schwester gegenüberstand.

Ihren berechtigten Anteil am Erfolg der Premiere hatten auch Renate Koziol, Gabi Reiter, Birgit Neumeier, Erwin Schnetzer und Pasqual Löbel die emsig am Aussehen der Akteure und der Bühne arbeiten.

In den Pausen unterhielt die „Schmidinger Familienmusik“ (Christina, Magdalena und Korbinian Schmidinger) mit Hackbrett, Gitarre und Ziach die Besucher.

Wer sich dieses amüsanten Stück nicht entgehen lassen möchte, kann für die Aufführungen am 16./17. November um 20 Uhr und am 18. November um 18 Uhr, bei Hans Asanger, Telefon 0 86 38/6 76 80, Karten bestellen.

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