Über 15000 Euro für den Bürgerentscheid

von Redaktion

Waldbad II Förderverein schaut auf ein bewegtes Jahr zurück

Waldkraiburg – Auch nach dem Scheitern des Bürgerentscheids will der Förderverein Waldbad aktiv bleiben. Erklärtes Ziel ist es, noch mehr Rettungsschwimmer zu gewinnen, um die Öffnungszeiten des Waldbades attraktiver zu machen.

Es war ein bewegtes Jahr, auf das die Vorstandschaft des Fördervereins Waldbad in der Jahreshauptversammlung zurückschaute. Das spiegelte sich nicht nur im Bericht des Vorsitzenden Jürgen Zabelt wider, der eine lange Liste von Aktivitäten, Sitzungen und Aktionen präsentierte. Das wurde auch in der Mitgliederentwicklung deutlich. Der Verein hat seit November 2017 35 Mitglieder hinzugewonnen, steht aktuell laut Kassier Manuel Harth bei 158 Mitgliedern. Allerdings kehrten zwölf Mitglieder den Waldbadfreunden im Zuge der Auseinandersetzungen um den Bürgerentscheid für den Erhalt des Waldbades den Rücken.

Über 15000 Euro

für Kampagne zum

Bürgerentscheid

Dieser Bürgerentscheid prägte das Jahr, auch im Hinblick auf die Finanzen. Fast 18800 Euro hat der Verein 2018 ausgegeben. Der Großteil dieses Geldes, über 15000 Euro, floss in die Kampagne für den Bürgerentscheid.

Dennoch ist es nicht gelungen, die Bürger in ausreichender Zahl zur Abstimmung zu bringen. Das Anliegen der Bürgerinitiative, das Waldbad zu sanieren, erreichte zwar deutlich mehr Stimmen als das Ratsbegehren, scheiterte aber am Ende um 150 Stimmen am Quorum.

Trotzdem wertete Zweiter Bürgermeister Richard Fischer das Engagement als erfolgreich. „Es war gut so, dass wir die Bürger entscheiden haben lassen.“ Erneut verteidigte Fischer das Bürgerbegehren als einen „demokratischen Vorgang. Das ist nichts Schlimmes.“

Kurz flammte in dieser Versammlung erneut eine Diskussion darüber auf, dass Bürger durch das Ratsbegehren verunsichert worden seien. Dazu Jürgen Zabelt: „Es war rechtens und ist ordentlich abgelaufen.“ Er wies gleichzeitig Vorwürfe zurück, die Bürgerinitiative habe unfaire Aktionen gestartet.

Mit Spannung schauen die Waldbadfreunde nun nach Aschau, wo am 16. Dezember die Bürger darüber entscheiden, ob die Gemeinde gemeinsam mit Waldkraiburg ein neues Bad baut.

Prognose von SPD-Stadtrat: In Aschau wird‘s knapp

SPD-Stadtrat Alexander Will, der das Waldkraiburger Ergebnis auf die Bevölkerungsstruktur zurückführt, ist überzeugt davon, dass in Aschau das Quorum erreicht werde. Das Ergebnis ist nach Ansicht Wills offen. Denn vor allem die jungen Leute in den Neubaugebieten sind nach seiner Einschätzung für den Neubau des Bades.

Jürgen Zabelt trat Aussagen entgegen, es werde am Ende gar kein Bad mehr geben, wenn der Neubau scheitert. Dies werde im Moment verbreitet, sei aber falsch. Der Vorsitzende erinnerte daran, dass Bürgermeister und Stadtrat sich klar dazu bekannt hatten, ein Freibad in Waldkraiburg zu sichern.

Ein großes Anliegen des Vereins bleibt es, das Waldbad so attraktiv wie möglich zu halten, so die stellvertretende Vorsitzende Martina Arnusch-Haselwarter. Auch in der nächsten Saison soll es deshalb die Aqua Gaudi geben, ob als Großveranstaltung wie 2017 oder aufgeteilt in kleinere Aktionen wie 2018, das blieb offen.

Mit großem Aufwand hat der Verein sechs Rettungsschwimmer aufgeboten, die mithalfen, die Öffnungszeiten an vielen Tagen in den großen Ferien auszuweiten. 103 Stunden waren sie für eine Aufwandsentschädigung von zehn Euro pro Stunde im Einsatz. 2019 hofft der Verein, der auch die Ausbildungskosten übernimmt, weitere Rettungsschwimmer zu gewinnen, um längere Öffnungszeiten über die Sommerferien hinaus zu ermöglichen.

Gesucht werden Helfer für den Stand am Christkindlmarkt (6. bis 9. Dezember), wo die Waldbadfreunde ein Waldkraiburger Kulturgut erhalten wollen. An ihrem Stand gibt es Liwanzen.

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