Waldkraiburg – Mit einer gemeinsamen ökumenischen Andacht begann die Feierlichkeit zum Volkstrauertag in der Aussegnungskirche am Waldkraiburger Waldfriedhof. Dabei gedachte Pfarrer Stiegler der gefallenen Soldaten und sagte, man könne heute sehen, wohin es führe, wenn Menschen sich dem Hass überlassen. In anderen Ländern, zum Beispiel den USA, wo Menschen in Streit aufeinandergehetzt werden, Gefühle aufgepeitscht und wo alles andere als Friedensarbeit geleistet werde.
Pfarrer Simon Stritar schloss sich an, indem er die Losung für 2019 verkündete: „Suche Frieden und jage ihm nach.“ Auch er betrachtete das Leben in Zeiten des Populismus, wo nicht Vernunft, sondern das Gefühl bei der Urteilsfindung Vorrang habe.
So komme es zu „Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit und Diskriminierung Behinderter, um nur einige Beispiele zu nennen. Der Frieden im Land ist in Gefahr.“ Man dürfe nicht müde werden, christliche Werte vorzuleben.
Mit einem gemeinsamen Trauermarsch gingen die Fahnenträger von den Banater Schwaben, der Egerländer Gmoi, den Siebenbürger Sachsen, des deutschen Böhmerwald Bundes, der Sudetendeutschen Landsmannschaft und der Feuerwehr voran zum Kriegerdenkmal des Waldfriedhofes. Dort wurden zwei Kränze niedergelegt.
Auch Bürgermeister Robert Pötzsch betonte in seiner Rede, dass nun, wo die Zeitzeugen sterben, die Friedensarbeit lebendig gehalten werden müsse und dass es zum Frieden keine Alternative gäbe.