Dirigent wünscht sich mehr Streicher

von Redaktion

Jahreshauptversammlung der Orchestergemeinschaft Waldkraiburg – Konzerte kosten mehr, als Eintrittskarten einbringen

Waldkraiburg – 2017 hatten mehr die Streicher das Sagen, 2018 mehr die Bläser. Dirigent Ferenc Szelim Bene schaute in der Jahreshauptversammlung der Orchestergemeinschaft zurück aufs abgelaufene Vereinsjahr (das kein Kalenderjahr ist), in dem es zwei Konzerte gab.

In beiden Fällen musste sehr intensiv geprobt werden und Bene wünschte sich mehr Streicher. Deswegen habe er auch zur Musikschule Mühldorf Kontakt aufgenommen. Das gewohnte Konzert mit der Musikschule Waldkraiburg entfiel wegen der Aufführung des Mozart-Requiems.

Kassenwart Manfred Gleim erstattete Bericht über die Finanzen. Es wurden rund 4000 Euro eingenommen. Dabei waren die größten Posten der Zuschuss des Landkreises und Spenden der Sparkasse, der Stadtbau und des Fördervereins der Musikschule. Die Ausgaben beliefen sich auf 5200 Euro, es entstand somit ein Jahresminus von 1200 Euro.

Die Konzerte kosten mehr, als die Eintrittskarten einbringen. Der Gesamtkassenstand liegt aber noch bei rund 11000 Euro.

In kurzen Worten sprach der Kassier über die Auswirkungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) auf den Verein. Name, Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer Funktion im Verein und Art des gespielten Instruments können im Internet erfasst werden. Dasselbe gilt für Spender. Insgesamt seien die Bestimmungen aber für Laien schwer verständlich.

Schließlich ehrte der Vorsitzende, Bürgermeister Robert Pötzsch, noch vier Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft mit einer schmuckvollen Urkunde. Dies waren Eva Staudinger (30 Jahre Flötistin), Regina Hell (35 Jahre Hornistin), Manfred Gleim (35 Jahre Bratschist) und Klaus Ertelt (60 Jahre Cellist, Dirigent und Chronist im Verein).

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ wurde wieder einmal ein Ausflug mit Konzertbesuch angeregt, der Vorsitzende wünschte sich beim Konzert vor jedem Werk eine kurze Einführung, was nur geteilte Zustimmung fand, und eine besser dekorierte Bühne.

Der Dirigent bat um weiträumigere und stärkere Werbung mit den teuren Plakaten. Für die Gestaltung und Durchführung der Konzerte erhielt er größte Anerkennung.

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