Dorferneuerung: Stimmiges Ergebnis

von Redaktion

„Was lange währt, wird endlich gut.“ Unter dieses Motto stellte Bürgermeister Robert Pötzsch den Abschluss der Dorferneuerung in Pürten. Schon wahr, es hat ein bisserl gedauert, bis aus der Idee Realität wurde. Doch dafür könne sich das Ergebnis sehen lassen.

Waldkraiburg – Ein halbes Jahr nach Baubeginn wurde gestern der Abschluss der Baumaßnahme gefeiert, die den Pürtnern einen neuen Dorfplatz bescherte. Vor zufriedenen Anwohnern, mit Planern, Vertretern der Stadt, beteiligten Handwerkern und Baufirmen, erinnerte der Bürgermeister an die lange Geschichte des Projekts. 1986 hatte es erste Überlegungen gegeben, mit der Dorferneuerung in eine Förderung zu kommen. 2001/2002 gab es nach einer ersten Beteiligung der Bürger die erste Planung. Die Kosten damals: 283000 Euro.

Aus verschiedenen Gründen verzögerte sich die Maßnahme in den folgenden Jahren, zuletzt, weil man die Sanierung des historischen Pfarrhofes abwarten wollte. 2016 wurden in einer erneuten Bürgerbeteiligung weitere Ideen eingearbeitet. Die Kosten waren da schon auf 371000 Euro gestiegen.

Dass diese Summe nun auf 891000 Euro gestiegen ist, liegt unter anderem daran, dass im Zuge der Dorferneuerung auch die Gefälle- strecke Richtung Ebing aufwendig saniert werden musste und die Dorferneuerungsmaßnahme über den Dorfplatz vor der Kirche hinaus erweitert wurde. Noch liege die Endabrechnung nicht vor, „ein bisserl was“ werde also noch dazu kommen. Der Stadtrat, so betonte Pötzsch, habe die Kostensteigerungen immer mitgetragen.

Etwa 600000 Euro der Gesamtsumme entfallen auf die klassische Dorferneuerung, die als letzte Maßnahme über das Verfahren „Mühldorfer Netz“ abgewickelt wurde, wie Stephan Blau vom Amt für ländliche Entwicklung sagte. Die Behörde und die Stadt trugen jeweils die Hälfte dieser Kosten. Gefördert wurden auch private Maßnahmen, etwa die Neugestaltung von Fassaden oder die energetische Sanierung. Einige Anlieger hatten über Vereinbarungen mit der Stadt auch private Flächen in die Maßnahme mit eingebracht. Blau: „Erst durch diese Vergrößerung ist das stimmige Gesamtbild entstanden.“

Wie er so hatte auch der Bürgermeister die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen herausgestellt, ebenso die Bereitschaft der Pürtner, gelassen mit unangenehmen Nebenerscheinungen des Baustellenbetriebs umzugehen.

Pater Bernhard Stiegler, der sich darüber freute, dass das Pfarrheim nun einen so schönen Zugang habe, und sein evangelischer Kollege Simon Stritar spendeten den kirchlichen Segen.

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