Kraiburg – Seit einem Jahr liefen die Vorbereitungen mit den Nachfolgern, zwei Brüdern aus Norddeutschland, die in der Feinkostwelt daheim und gastronomisch erfahren sind. „Der eine war Koch bei mir, daher kannte ich die Jungs“, so Marc Vermetten auf Nachfrage der Zeitung. Seine Kochkunst ist weitum bekannt und beliebt. Seine Fans dürfen sich freuen, er macht nun selbst weiter, weil es an vertraglichen Feinheiten scheiterte und es plötzlich sehr kompliziert wurde. „Ich wollte nach wie vor meinen Beitrag leisten. Die Basisidee war es, das Hardthaus wie eine Familie zu betreiben, ich im Hintergrund aber noch dabei. Doch am Ende ging es immer mehr weg von dieser Idee. Das passte einfach nicht.“
Nach zwei Wochen des Grübelns entschied er gemeinsam mit seiner Frau Ilse, „wir behalten‘s, denn so machen wir es nicht.“ Der 49-Jährige wollte sich ab dem Jahreswechsel mehr um die Kochschule und die Caterings kümmern – das hätte nach wie vor in der Küche des Hardthauses stattfinden sollen. Zudem soll der Umbau des Wandingerhauses in einem guten Jahr fertig sein. Dadurch wird das Hotel größer und mit einem Frühstücksraum und zum Beispiel Wein-Seminaren wird die Arbeit mehr.
Es sei bei den Vertragspartnern die Sorge entstanden, man schaffe eine Konkurrenzsituation und ziehe die Leute vom Hardthaus weg. Das sei nie sein Ansinnen gewesen. Leider blieb daher von dem Ursprungsgefühl „wir machen das zusammen“ nichts mehr übrig, bedauert er.
Aktiv auf der Suche nach einem neuen Partner sei er nicht. „Wenn es nicht 100 Prozent passt, gebe ich mein Baby eh nicht her.“