Aschau – Der Sportverein Aschau wünscht sich die Errichtung eines Kunstrasenplatzes mit Flutlichtanlage. Ohne Grundstück wird dieses Ansinnen insgesamt 718500 Euro kosten, wie Bürgermeister Alois Salzeder in der Bürgerversammlung mitteilte. Die Gemeinde könnte sich mit 308500 Euro beteiligen.
Der Gemeinderat hatte einen Grundsatzbeschluss gefasst, dass der SV Aschau in diese Richtung planen kann. Wichtig ist dem Gremium, dass auch Kinder, die nicht dem Fußballverein angehören, auf diesem Platz spielen können. Der Kunstrasenplatz soll daher für die Kinder Aschaus eine zusätzliche Möglichkeit darstellen, sich im Freien zu bewegen. Durch die Arbeiten am Kindergarten wurde der bestehende Bolzplatz verkleinert. Die Fläche soll neu eingesät und nächstes Jahr wieder in Betrieb genommen werden. Auch die Buben und Mädchen der Nachmittagsbetreuung nutzen den Bolzplatz gerne – es sei denn, größere Kinder toben hier, dann geht es den Kleineren zu wild zu. „Die Größeren könnten künftig auf den Kunstrasenplatz ausweichen und die Kleineren hätten dann den Bolzplatz für sich“, so Bürgermeister Alois Salzeder. Über eine Bewässerung mit oder ohne Brunnenanlage, oder eine günstigere Sprinkleranlage muss noch nachgedacht werden.
Der SV Aschau will den neuen Platz zum Trainieren nutzen. Die Vorteile liegen für die Sportler auf der Hand: Der künstliche Rasen ist pflegeleicht, wetterfest und auch die Verletzungsgefahr ist geringer, da Bewegungen besser abgefedert werden. Zudem ist er intensiv nutzbar.
„Wir brauchen den Platz dringend“, sagt Johannes Volk, Vorsitzender des SV Aschau, mit Hinweis auf die große Kinderschar aus Weidenbach, Aschau und Waldkraiburg, die die JFG FC Bavaria Isengau so lebendig macht. „Die Mannschaften einer Altersgruppe sollen zusammen trainieren können. Allein bei der D-Jugend sind das gleich vier Teams“, so Volk.
Noch sei der Kunstrasenplatz eine Wunschvorstellung. „Aber wir arbeiten an der Realisierung. Es gibt noch Hürden und viel Bürokratie für die Förderanträge ist nötig“, so Volk weiter.