Aschau – „Gedichte mit Geschichten“ lautete der Vortrag von Lisa Stögbauer aus der Straubinger Gegend, die in bayerischer Mundart allerlei Reime zum Besten gab, jeweils bestückt durch ihre erlebnisreichen Geschichten.
In der Bücherei Aschau trafen sich die Besucher zu einem voradventlichen Kaffeekränzchen mit literarischem Anspruch. Musikalisch umrahmt wurden die interessanten Ausführungen Stögbauers vom Obertaufkirchner Musiker-Duo, Gertrud Gaigl an der Zither und Ralf Vogel mit der Gitarre. „A weng steh‘ bleib’n – a weng oba kemma“ – regte die Autorin eingangs an, „denn wir lassen uns mittreiben, obwohl wir uns Zeit nehmen sollen für die ‚stade Zeit‘.“
Ihre Erzählungen gingen von den Jahreszeiten über den „Altweibersommer“ bis hin zum „Deko-Wahnsinn“ oder „weihnachtlichen Lichterrausch“. Mengenweise einkaufen – als ob es nach den Feiertagen nichts mehr gibt – ist das die „neue stade Zeit?“ Öfter zusammensitzen und miteinander reden wäre doch sinnvoller! „Woaßt a‘s no?-Geschichten“ versetzten in die frühere Zeit und weiter erörterte Stögbauer über ihre „Nikolaus- und Krampus-Erlebnisse“, der Lehrerin „Frau G’scheid“, die ihr in der 4. Klasse den Glauben an das Christkind raubte, bis hin zur „Herbergssuche“ – die wir doch unser ganzes Leben praktizieren. bac