Waldkraiburg – Die Geschichte, die vielen Erwachsenen bekannt sein dürfte, war für die Kinder zum Teil noch ganz neu: Pinocchio kommt als sprechende Marionette zu seinem Schöpfer Gepetto und weiß noch nichts von der Welt. Gutgläubig und faul versucht er, nur das zu tun, was ihm Spaß macht und bringt sich und seinen Schöpfer immer wieder in Schwierigkeiten.
Dass Lügen keine feine Sache sind, dass man sich um wahre Freunde bemühen sollte, dass jeder arbeiten muss, um sein Auskommen zu haben und das man nicht alles glauben sollte, was einem irgendjemand erzählt – das sind Lektionen, die im Laufe der Geschichte nicht nur Pinocchio, sondern auch die jungen Zuschauer lernten. Und der eine oder andere Erwachsene musste schmunzeln, wenn für ihn ein paar kleine Mahnungen enthalten waren.
„Wer hat denn die Regeln gemacht?“ fragt Pinocchio die Grille, nachdem sie ihm erklärt hat, dass Kinder zur Schule gehen müssen, immer artig sein, nicht zu viel fragen und die Erwachsenen reden lassen sollen. „Na, Kinder bestimmt nicht!“ antwortet die Grille. Professionelle Schauspieler, die es schaffen, in ihren verschiedenen Kostümen glaubhaft die unterschiedlichen Charaktere darzustellen, machten die Inszenierung auch zu einem Genuss für Erwachsene.
Zusammen mit dem liebevollen, bunten Bühnenbild und den aufwendigen Kostümen konnten sie die Geschichte auch in ihren düstereren Szenen sehr kindgerecht auf die Bühne bringen. Die lustigen, fetzigen Songs sorgten für gute Stimmung und am Ende klatschte und sang der ganze Saal begeistert mit.