Waldkraiburg – Die Stadt will das gesamte Gebiet zwischen Berliner-, Braunauer-, Brünner- und Teplitzer Straße überplanen. Doch das Bauleitplanverfahren verzögert sich, weil bislang kein geeigneter Ersatzstandort für ein Trafogebäude festgelegt werden konnte. Deshalb hat der Stadtentwicklungsausschuss zugestimmt, einen Teilbebauungsplan aufzustellen, um eine zeitnahe Bebauung eines Grundstücks an der Ecke Braunauer-/Brünner Straße zu ermöglichen.
Der Antragsteller will auf diesem Grundstück ein Einfamilienhaus durch ein neues Wohn- und Geschäftshaus mit zwölf Wohneinheiten und selbst genutzten Büroflächen mit drei Geschossen plus Dachgeschoss und einer Tiefgarage ersetzen.
Das Gebäude passe im Grundsatz in die umgebende Bebauung und sei im Prinzip eine Fortführung der vorhandenen Bebauung, so Carsten Schwunck, Leiter der Stadtentwicklungsabteilung.
Stadtrat Frieder Vielsack begrüßte die Planung: „Mir gefällt das sehr gut, weil die Arkadenstruktur bis zum Haus der Vereine fortgeführt wird.“
Auch Gerd Ruchlinski sprach „grundsätzlich“ von einer „sehr schönen Sache“. Er monierte aber, dass die Abstandsflächen nicht eingehalten werden und dies die Nachbargrundstücke beeinträchtige. Es sei ein Problem, ein Teilstück aus einem Bebauungsplan herauszureißen.
Aus diesem Grund gebe es ein Bauleitplanverfahren mit dem Ziel, die Nachbarn nicht einzuschränken, so Carsten Schwunck. Aus diesem Grund werde das Vorhaben nicht nach Paragraf 34 Baugesetzbuch beurteilt. Regelungsbedarf gebe es auf der Brünner Straße zum Haus der Vereine.
Einstimmig hat der Ausschuss die Änderung des Bebauungsplanes beschlossen, um für das Grundstück Baurecht zu schaffen.hg