Waldkraiburg – Die Polizei Waldkraiburg hat am Freitagabend einen Autodieb geschnappt, der mit einem gestohlenen Fahrzeug im Innenstadtbereich unterwegs war (wir berichteten). Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnte eine Vielzahl von Straftaten geklärt werden, darunter auch die Beschädigungen von Kraftfahrzeugen in Waldkraiburg im Zeitraum von 3. bis 5. November und von 11. auf 12. November, wobei an 50 Fahrzeugen hauptsächlich die Außenspiegel abgeschlagen wurden. „Wir konnten vier Verdächtige überführen und damit über 60 Straftaten mit einem Gesamtschaden von rund 25000 Euro klären“, berichtet Polizeichef Georg Deibl.
„Den 18-jährigen Pkw-Dieb bezeichnen wir als guten Bekannten“, so Deibl weiter. Heuer wurde bereits wegen verschiedenster Delikte gegen ihn ermittelt. Nachdem die Staatsanwaltschaft hinsichtlich des Pkw-Diebstahls Haftantrag gestellt hatte, wurde durch das Amtsgericht Mühldorf Untersuchungshaft angeordnet.
Die weiteren Aufklärungsmaßnahmen konzentrierten sich nach der Inhaftierung auf das Umfeld des jungen Burschen. Die Ermittlungen führten zu einem 19- und einem 25-Jährigen aus Aschau und einem 16-Jährigen aus Waldkraiburg, die zusammen mit dem 18-Jährigen eine Vandalen- und Diebesbande bildeten. Der Gang wird neben dem Autodiebstahl und den erheblichen Sachbeschädigungen auch der Diebstahl von zwei Autokennzeichen, Fahren ohne Fahrerlaubnis in mehreren Fällen und eine Vielzahl von Diebstählen aus unverschlossen Fahrzeugen angelastet.
Zur Klärung des Gesamtschadens, den die Täter angerichtet haben, benötigen die Ermittler weitere Hilfe der Bevölkerung. Soweit bekannt, wurden Fahrzeuge in den Gemeinden Kraiburg, Gars, Aschau, Ampfing und der Stadt Waldkraiburg anvisiert. Offensichtlich haben aber nicht alle Geschädigten den Diebstahl oder die Schäden angezeigt oder gar bemerkt. Im Zusammenhang mit diesen Diebstählen wurden Geldbörsen, Parfüm, MP3-Player und ein Bluetooth-Lautsprecher und Kleingeld sichergestellt.
Diese Funde können den bisher vorliegenden Anzeigen nicht zugeordnet werden. Darum bittet die Inspektion mögliche Geschädigte, sich zu melden. Hinweise unter Telefon 08638/94470.
„Mithilfe eines hohen Personalansatzes und unter dem Einsatz von zusätzlichen Zivilkräften ist es gelungen, die Serie von Sachbeschädigungen in dieser kurzen Zeit aufzuklären“, so Polizeichef Deibl. So bestehe Hoffnung, dass die vielen Geschädigten zu ihrem Recht kommen.re/kla