Geklautes Auto aus Kanal geholt

von Redaktion

Es ist das Ende eines „filmreifen Autodiebstahls“: Gestern wurde der Opel Astra, den zwei Straftäter am 23. November aus einer Werkstatt in Mühldorf entwendet hatten, in einer aufwendigen Bergungsaktion nicht weit von der Pürtener Brücke aus dem Innkanal geholt.

Waldkraiburg – Kurz nach Mittag war es geschafft: Der braune Opel Astra hatte wieder trockenen Boden unter den Rädern. Der Einsatz, dieser Meinung waren auch die Profis von der Tauchergruppe der bayerischen Bereitschaftspolizei, war absolut rund gelaufen.

Gegen 9 Uhr hatte die Bergung des Fahrzeugs begonnen, das etwa hundert Meter von der Pürtener Kanalbrücke entfernt im Wasser lag. Das THW, die Feuerwehr, der Malteser Hilfsdienst, der VERBUND als Betreiber des Innkanals, die Polizeiinspektion Waldkraiburg wirkten an der Aktion mit, die unter Federführung des Katastrophenschutzes des Landratsamts Mühldorf stand.

Wie sich herausstellte, lag der Astra nicht – wie befürchtet – auf dem Dach im Wasser, sondern auf den Rädern. Taucher der Bereitschaftspolizei befestigten zwei Luftkissen an dem Wagen, die mit Luft befüllt wurden, sodass das Fahrzeug Auftrieb bekam und an die Wasseroberfläche stieg.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war endgültig klar: Es handelte sich um jenes Auto, das zwei Täter in den frühen Morgenstunden des 23. Novembers unter spektakulären Umständen aus der Werkstatt eines Mühldorfer Autohauses in der Elbestraße geholt hatten (wir berichteten).

Eine Reinigungskraft hatte die beiden Männer gesehne, die mit Vollgas durch das geschlossene Werkstatt-Tor fuhren und auf ihrer Flucht drei Fahrzeuge im Hof der Firma beschädigten. Wenige Stunden später sah ein Zeuge ein Auto im Innkanal treiben und bei der Kanalbrücke untergehen.

Gestern tauchte es wieder auf, trieb bei der Bergungsaktion etwa 300 Meter den Kanal abwärts. Dort waren erneut die Taucher gefordert, die das 1,4 Tonnen schwere Fahrzeug samt Wasserlast so befestigte, dass ein großer Bagger es an der Uferböschung hoch ziehen konnte.

Die Täter hatten den Wagen wohl im Kanal entsorgen wollen, um Spuren zu verwischen. Deshalb ging gleich nach der Bergung die Spurensicherung der Polizei an die Arbeit, um trotz der Nässe noch Anhaltspunkte zu finden. Nach der Freigabe wurde der Astra abgeschleppt.

Artikel 2 von 11