Waldkraiburg – Wolfgang Weinbauer, Wassermeister bei der Stadtwerke GmbH, schaute gestern Früh skeptisch drein, als er die Schadensstelle in der Reichenberger Straße auf Höhe des Umspannwerks inspizierte. Aus dem Gehweg drückte das Wasser. Eine Hauptader der Waldkraiburger Wasserleitung war leck. Es sah nach einem größeren Schaden aus. Im Umfeld musste die Versorgung für etwa 200 Haushalte gesperrt werden. Der Wasserdruck werde im Waldkraiburger Westen wohl im Umkreis von mehreren hundert Metern abfallen, vor allem in den oberen Stockwerken, so Weinbauer.
Da war der Tiefbautrupp der Stadtwerke bereits an die Arbeit gegangen, um den Gehweg aufzugraben und nach der Bruchstelle zu suchen. „Zum Glück haben wir einen eigenen Trupp und sind nicht abhängig von einer Firma“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Georg Weigl. „So können wir gleich reagieren.“
Obwohl in diesem Bereich zahlreiche andere Leitungen verlaufen, die Grabarbeiten mit dem Bagger erschweren, konnte Weigl schon nach wenigen Stunden kurz nach 13 Uhr Entwarnung geben. Zum Glück habe es sich nicht um einen horizontalen Bruch, sondern um einen vertikalen Riss gehandelt. Es sei bereits eine Muffe gesetzt. Nach seinen Worten sollte die Versorgung bereits am frühen Nachmittag wie gehabt funktionieren.
Zur Ursache sagte Weigl: „Ein Klassiker. Unter dem Rohr hatte der Boden nachgegeben und sich gesetzt.“