Der Kraiburger Schäffler

von Redaktion

Zum Tod von Herbert Ganglfinger – Um den Turnverein verdient gemacht

Kraiburg – Mit der Kraiburger Schäffler-Tradition ist sein Name in besonderer Weise verbunden: Herbert Ganglfinger war Schäfflermeister, und nicht nur das. Jetzt ist der geborene Kraiburger im Alter von 73 Jahren gestorben. Eine große Trauergemeinde erwies ihm das letzte Geleit.

In Kraiburg ging er zur Schule, machte danach eine Lehre zum Industriekaufmann bei der Lowi in Waldkraiburg. Nach einigen Jahren in Stuttgart wechselte er zur Elektrotechnikfirma Bauer in München, für die er 35 Jahre tätig war.

In diesem Unternehmen lernte er 1970 seine Rosi kennen, die er zwei Jahre später heiratete. Da die Ehe kinderlos blieb, übernahmen die beiden zahlreiche Firm- und Taufpatenschaften. Wenn Herbert auch viel im Ausland tätig war, immer hielt er mit seiner Frau telefonischen Kontakt, es wurde alles gemeinsam geplant und die jeweilige Lebenssituation gemeistert.

Der im Mai 1997 aufgetretene Lymphdrüsenkrebs schien besiegt, als heuer im März ein Gehirntumor entdeckt wurde, der nicht zu bekämpfen war.

Pfarrer Werner Giglberger verglich im Trauergottesdienst das Leben Herbert Ganglfingers mit einer Baumscheibe, deren Jahresringe nicht gleichmäßig rund sind, es schmale und breite Ringe gibt, und, wenn es eng hergehe im Leben, dies das Kostbare sei, das den Zusammenhalt fördere.

Herbert Ganglfinger, „da Gange“, hat viel zum Gemeinwohl im Markt beigetragen. „Wer in Kraiburg lebt, kam an Herbert Ganglfinger nicht vorbei“, sagte Turnvereinsvorstand Werner Schreiber in seinem Nachruf zum jahrzehntelangen, vielseitigen Engagement des Verstorbenen. Als Fußballer, Tischtennisspieler, Fußballschiedsrichter, bei der Narrengilde, als Chronist und Revisor war er für den Verein tätig.

Dafür wurde Ganglfinger heuer die Ehrenwürde des Turnvereins verliehen. Zudem unterstützte er auch andere Ortsvereine.

Schäfflermeister Georg Ober lobte in seiner Trauerrede Ganglfingers leidenschaftliches Engagement für die Schäffler. Begonnen hat Ganglfinger bereits in den 1960er-Jahren als Tänzer, fungierte dann einige Male als leidenschaftlicher und temperamentvoller Vortänzer und bei den Aufführungen 2004 und 2011 als Schäfflermeister. Das war eine Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben schien und in der er auch vielen Wegbegleitern in Erinnerung bleiben wird. rgr

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