Bis heute in der Kirche engagiert

von Redaktion

Steffi Kulot feierte ihren 80. Geburtstag

Waldkraiburg – Sie hat viel zu erzählen, Steffi (Stefanie Dorothea) Kulot, die kürzlich den 80. Geburtstag feierte.

Ihren Vater lernte sie erst mit zehn Jahren kennen, da er sofort bei Kriegsbeginn eingezogen wurde und erst 1948 aus russischer Gefangenschaft heimkehrte. Auch sonst hatte der Krieg großen Einfluss auf die Familie. Als die russische Armee immer näher rückte, flüchteten Mutter, Großmutter und die Kinder im März 1945 zu Fuß aus Oberschlesien in die Tschechei. Von dort kamen sie mit dem Güterzug nach achttägiger Odyssee nach Zaisering nahe Rosenheim. Mit anderen Heimatvertriebenen wurden sie in einem Schulklassenzimmer untergebracht. Als sie dann auf einem Bauernhof freundlich aufgenommen wurden, verbrachte Steffi mit ihren Geschwistern eine unbeschwerte Kindheit.

Nach der Rückkehr des Vaters zog die Familie nach Rosenheim, wo Steffi später in der Verwaltung der Kunstmühle arbeitete. In Rosenheim lernte sie Winfried Kulot kennen. Nach der Hochzeit zog das Paar in die aufstrebende Industriestadt Waldkraiburg. In den folgenden Jahren wurden ihre Söhne Georg und Thomas geboren.

Bekannt wurde die Jubilarin aufgrund ihrer zahlreichen Aktivitäten, unter anderen für die Frauen-Union, Kolping und vor allem die Kirche, wo sie bis heute engagiert ist. 2012 verstarb ihr Mann, kurz nach der goldenen Hochzeit.

Jetzt feierte Steffi Kulot im Kreise der Familie ihren 80. Geburtstag. Nach einer schweren Operation ist sie guter Hoffnung, bald schon wieder ihre täglich mit dem Radl zu fahren und im Sommer im Waldbad zu schwimmen. re

Artikel 1 von 11