Waldkraiburg – Es ist gar nicht so einfach, allen gerecht zu werden und alle gleich zu behandeln. Das stellten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses kürzlich fest, als sie über die neuen Jugendförderrichtlinien diskutierten. Erstmals seit 1992 soll dieses Regelwerk zur Förderung der Jugendarbeit aktualisiert werden. Darin werden die Kriterien für die Basisförderung von Jugendgruppen, die Förderung von Geräten und Materialien, Aktivitäten, Freizeitmaßnahmen und besonderen Projekten sowie die Höhe der Zuschüsse ausgeführt.
Es gibt nicht nur dieses Regelwerk. Es gibt auch die Sportförderung, die vor einigen Wochen im Kultur- und Sportausschuss behandelt wurde. Bestandteil dieser Richtlinien ist die Förderung der Sportjugend. Sind die Sätze vergleichbar? Diese Frage wurde im Ausschuss aufgeworfen. Bis zum Stadtrat soll die Verwaltung die Grundlage für eine schlüssige Entscheidung aufbereiten.
In dieser Sitzung wird auch über einen Antrag des VfL Waldkraiburg entschieden. Dessen Vorsitzender Kai Röpke hatte eine Anhebung der Jugendförderung beantragt. Bislang unterstützt die Stadt die Sportvereine mit einem Jahressatz von 7,50 Euro für jeden Jugendlichen unter 18 Jahren. Weil diese Summe aber schon weit über zehn Jahre unverändert blieb, fordert Röpke eine Anpassung auf neun Euro pro Jahr und Jugendlichem, und die gestiegenen Kosten für die Vereine wieder auszugleichen. Für die Zukunft schlägt der VfL-Vorsitzende vor, einen Inflationsausgleich in der Förderung festzuschreiben.
Der VfL, der größte Sportverein im Landkreis, hat laut Röpke derzeit etwa 1100 Mitglieder unter 18 Jahren. Auch andere Sportvereine würden von der Anpassung profitieren.
Für die CSU-Fraktion hat Anton Sterr bereits im Finanzausschuss angekündigt, den Antrag auf Erhöhung der Jugendförderung zu unterstützen.