Dickow Pumpen

Standortbekenntnis für 2,7 Millionen

von Redaktion

Dickow Pumpen erweitert und erneuert – Neubau soll im Jubiläumsjahr2020fertig sein

Waldkraiburg – Das Familienunternehmen Dickow Pumpen, das seit 70 Jahren in Waldkraiburg in der Siemensstraße Industriepumpen produziert, bekennt sich klar zum Standort: 2,7 Millionen Euro werden investiert, um zu modernisieren und zu erweitern. Zwei Fertigungsautomaten und ein Neubau sind Bestandteil dieses Zukunftsplanes.

„Wir wollen schöner werden, moderner und größer“, sagt Geschäftsführer Jörg Bornemann im Gespräch mit der Redaktion. Er zeigt den Planungsentwurf, der die bestehenden Gebäude mit einem modernen Neubau verbindet. Die 70 Jahre alte Baracke, die auf dem Gelände seit der Firmengründung steht, wird weggeschoben. Aus statischen Gründen ist es nicht möglich, den Bau aufzustocken.

Architekt Thomas Riedl bekam mit Blick auf den Bestand die Ansage „mach da mehr draus, wir brauchen Platz“. Seinem Rat, „nehmt die Spitzhacke, macht die Baracke platt und baut was Neues“ folgt die Firmenleitung. Ende Januar 2019 steht der Abriss an. „Ende März Baubeginn – das wäre schön“, sagt Bornemann und verweist auf die verwaltungstechnischen Verfahren die gerade laufen, um Baurecht herzustellen. Das Brandschutzgutachten sei auf einem guten Weg.

Und im Zuge des Neubaus möchte Dickow Pumpen auch den Umweltaspekt nicht außer Acht lassen. Derzeit wird mit Gas beheizt. Wenn alles klappt, soll der Neubau ans städtische Fernwärmenetz angeschlossen werden und der restliche Betrieb sukzessive folgen. Wärme aus dem Boden und Energieeinsparung – dies passe einfach gut zur umweltbewussten Ausrichtung des Unternehmens.

„Insbesondere für den leckagefreien Transport hochgiftiger, explosiver und umweltbelastender Medien wurde die hermetisch abgedichtete Magnetkupplungspumpe entwickelt, die Mensch und Umwelt vor schädlichen Einwirkungen schont. Ergänzend zu diesem hochtechnischen ‚grünen‘ Produkt, welches in der Regel auch entsprechend grün lackiert ist, wollen wir uns die Produktion nach der Umweltnorm ISO 14001 zertifizieren lassen“, so Bornemann.

Auch eine Umstellung des betrieblichen Fuhrparks für den örtlichen Lieferverkehr auf E-Mobilität könne er sich sehr gut vorstellen. „Eine E-Tankstelle wäre schließlich schnell installiert auf dem Betriebsgelände“, sagt der Geschäftsführer.

Bürgermeister Robert Pötzsch ist hoch erfreut und spricht von einem „Bekenntnis zur Modernisierung und langfristigen Sicherung des Standorts“, was ein „positives Signal für Waldkraiburg“ sei. „Insbesondere die ökologische Ausrichtung entspricht der Zielrichtung der Stadt Waldkraiburg, die mit ihrem Geothermieprojekt eine klima- und umweltschonende Energieversorgung bietet“, stützt der Bürgermeister die ökologischen Ziele des Unternehmens Dickow. Auch wertet er die nachhaltigen Maßnahmen als wesentlichen Hinweis für „hervorragende Fachkräfte am Standort Waldkraiburg“, die das Unternehmen bereits beschäftigt und als weitere qualifizierte Unterstützung für den Weg in die Zukunft benötigt. So bildet Dickow aktuell 26 Auszubildende in unterschiedlichen technischen und kaufmännischen Berufen aus.

„Man muss nicht nach München fahren, um einen hoch qualifizierten Arbeitsplatz zu finden“, so Bürgermeister Pötzsch.

Bornemann verweist auf das nächste große Firmenjubiläum. 2020 wird Dickow Pumpen 110 Jahre alt. „Schön wäre es, wenn bis dahin unser Neubau fertig wäre, dann könnten wir Jubiläum und Einweihung gleichzeitig feiern.“

200 Mitarbeiter

Dickow Pumpen fertigt Industriepumpen für den Einsatz in chemischen und petro-chemischen Anlagen und Tanklagern, zur industriellen Wärmeübertragung und Meerwasserentsalzung sowie zur Flugfeldbetankung.

200 Mitarbeiter sind das Fundament des Unternehmens, darunter 26 Auszubildende im Bereich Industrie- und Zerspanungsmechaniker sowie Industrie- und IT-Kaufleute. „Diese jungen Leute sind wichtig für uns. Wir wollen sie im Betrieb halten“, sagt Geschäftsführer Jörg Bornemann.

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