Wandel ist schneller als ein Menschenleben

von Redaktion

Diskussion bei SPD-Versammlung

Waldkraiburg – Diskussionsfreudig ging es zu bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins im „Ars Vivendi“.

Mitglied Dr. Michael König wählte mit seinem Vortrag „Gesellschaftswandel vom Arbeitnehmenden zum Manager des eigenen Lebens“ eine für die meisten Mitglieder ungewohnte Art der Ansprache. So stellte er in Dialogform mit den Anwesenden die aktuelle gesellschaftliche Situation dar, die oftmals von einer „gefühlten in eine tatsächliche Abgehängtheit“ mündet.

Der Wandel, der seinen Ausdruck in der zunehmenden Globalisierung, Digitalisierung und Spezialisierung findet, sei, so Dr. König, schneller als ein Menschenleben“. Der „Erfolg“ des Einzelnen ist jedoch immer noch extrem abhängig von der Abstammung.

Politisch sollte der Wandel genutzt werden, um die soziale Durchlässigkeit der Gesellschaft und die Lebenszufriedenheit jedes Einzelnen zu erhöhen.

Anhand zahlreicher Beispiele zeigte der Referent auf, wie man diesen Herausforderungen begegnen könne. Dabei richtete er an die Versammlungsteilnehmer den Appell: „Wir müssen die Stummen im Lande wieder zum Reden bringen“, verbunden mit der Aufforderung, ihre Wünsche zu formulieren. Während des Vortrags entwickelte sich eine angeregte Diskussion zu den angesprochenen Themen.

Anschließend stellte der Vorsitzende der vor einem Jahr gegründeten Arbeitsgemeinschaft „SPD 60plus“, Gert Hilger, in seinem Tätigkeitsbericht die zahlreichen Aktivitäten während dieser Zeit vor. Der Schwerpunkt der AG hätte, so betonte Gert Hilger, darin gelegen, die Mitglieder mit zielgerichteten Informationen zu den wichtigen gesellschaftspolitischen Themen, wie Rente, Pflege, Krankenversicherung und etwa Altersdiskriminierung, in den Stand zu setzen, sich kompetent in den politischen Diskurs einzubringen. Das Thema „Altersarmut“ werde 2019 den Schwerpunkt der Arbeit bilden. Richard Fischer, Alexander Will und die ÖPNV-Beauftragte der Ortsvereins, Barbara König, betonten nochmals die Dringlichkeit eines neuen ÖPNV-Konzepts.

Eine abschließende rege Diskussion entwickelte sich auch zum geplanten Rathausneubau. Das zutage getretene Stimmungsbild bei den Mitgliedern favorisierte den Neubau an bisheriger Stelle, wobei die finanziellen Risiken und Belastungen der Stadt deutlich angesprochen wurden.re

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