Aschau – Das Thema Verkehrsberuhigung „Am Steinbach“ hat es wieder in den Gemeinderat geschafft. Nachdem das Gremium in der Oktober-Sitzung beschlossen hat, die Kunststoffinseln wieder abzubauen, „weil sie hässlich sind und nichts bringen“, ging es nun darum, wie man die wenigen Raser dort einbremsen kann.
Die Straße ist eine 30er- Zone. Verkehrspolizist Josef Streck erklärte dem Gremium, dass dieses nicht auf das Schild „zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h“ umgeändert werden kann.
„Das ist rechtlich nicht machbar. Da müsste es sich hier schon um einen gefährlichen Schulweg handeln oder eine Unfallhäufungsstrecke sein – was beides nicht vorliegt“, so Streck. Das Vorfahrtsschild mit der „Rakete“ wäre denkbar. „Aber ich habe kein Bedürfnis, eins aufzustellen, weil es dort keine Unfälle gibt“, so Streck weiter.
Strecke zu kurvig
für den Laser
Weil die Strecke ziemlich kurvig sei, mache eine Lasermessung wenig Sinn, erklärt Strecks Kollege Erich Gottwald. „Das ging eigentlich nur bei den ein- und ausfahrenden Autos. Aber ich zweifle, dass an dieser Stelle so schnell gefahren wird“, so Gottwald.
Streck wies darauf hin, dass es beim Landratsamt ein kleines, kaum sichtbares Geschwindigkeitsmessgerät gegen Gebühr zum Ausleihen gibt. Natürlich sei auch diese Maßnahme nur langfristig sinnvoll, wenn die Polizei die Schnellfahrer kontrolliert.
Streck: Tretet dem Zweckverband bei
Daniela Reingruber hakte noch nach, warum das „rote Ding“ entfernt wurde. Bürgermeister Alois Salzeder verwies auf den Beschluss. Streck erklärte, die roten Plastikinseln habe man in Pürten an der Straße am Kanal entlang als „Schikanen“ angebracht. Und auch in Rechtmehring gebe es gute Erfahrungen. „Ich verstehe nicht, warum die in Aschau weg mussten“, sagte Streck.
Christian Weyrich fragte, ob es alternative Möglichkeiten zur Lasermessung gibt. Streck empfahl der Gemeinde, dem kommunalen Zweckverband der Verkehrsüberwachung beizutreten. Das Radargerät der Polizei werde gebraucht, um außerorts zu messen.
Hans Baumgartner stellte fest, dass es sich bei den Schnellfahrern – die in der Regel statt 30 eben 40 Kilometer pro Stunde fahren – hauptsächlich um Anlieger handle.
„Denen muss man eben ins Gewissen reden.“ Das fand Streck gut. „Wenn wir erfahren, wer da oft zu schnell unterwegs ist, können wir mit den Leuten reden.
Harald Rösler schlug vor, das Messgerät beim Landratsamt auszuleihen. Um eine Zahl zu bekommen, ob es wirklich so viele sind, die sich nicht an die 30er-Beschränkung halten. Dem stimmten alle zu.kla