Tierheim: Baubeginn noch 2019 geplant

von Redaktion

Der Tierschutzverein Waldkraiburg steht für das neue Jahr in den Startlöchern. Wenn alles läuft wie geplant, könnte noch in diesem Jahr mit dem Neubau des Tierheims im Inntal begonnen werden.

Waldkraiburg – 2018, wie Vorsitzende Manuela Gyimes bei der Jahreshauptversammlung in der Taverne Korfu berichtete, war ein arbeitsreiches Jahr gewesen. Neben dem laufenden Betrieb habe man Veranstaltungen, Spendenaktionen und die Vorbereitungsarbeiten zum Neubau stemmen müssen.

Über 25000 Euro Kosten für Tierarzt und Medikamente

Der Kassenbericht wies ein negatives Gesamtergebnis von 80347,82 Euro im Minus aus. Das, so Kassenwartin Michaela Reiser, lag aber zum größten Teil noch am Erwerb des Grundstücks. Die größten Posten unter den Einnahmen waren die Mitgliedsbeiträge mit 12744 Euro, Spenden für den Neubau von 9963 Euro und sonstige Spenden mit 17489 Euro. Bei den Ausgaben schlagen allein Tierarzt- und Medikamentenkosten mit 25332 ordentlich zu Buche sowie Personalkosten in Höhe von 77732 Euro. Strom-, Wasser- und Heizkosten für das marode Tierheim in Pürten belaufen sich auf über 10000 Euro im Jahr.

Dem Kassenbericht folgte die Entlastung, die ein Mitglied dem Vorstand verweigerte. Gerlinde Stein trug vor, dass ihr seit Jahren immer wieder falsche Mitgliedsbeiträge, nämlich zu geringe, abgebucht werden und dass sie aus diesem Grund nicht nur mit der Vereinsführung nicht einverstanden sei, sondern ihre Mitgliedschaft hiermit auch kündige.

Vorsitzende Manuela Gyimes entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und rang darum, ebenso wie Stadträtin Susanne Engelmann, dass man eine so engagierte Tierschützerin nicht verlieren dürfe. Diese stimmte dem Verbleib schließlich doch zu, unter der Voraussetzung, dass sie ihre Beiträge in Zukunft selbst überweisen könne.

Dritte Bürgermeisterin Inge Schnabl dankte dem Vorstand und wies darauf hin, wie viel ehrenamtliche Arbeit hinter den vorgetragenen Zahlen stünden. „Es ist wirklich enorm, was Ihr hier leistet!“

Nach einem Vortrag von Igelexpertin Heike Brandstetter aus Mettenheim über die Überwinterung von Igeln (siehe Infobox) ging die Vorsitzende auf die Maßnahmen und Veranstaltungen in 2018 ein.

Von „Mäuse für das Tierheim“ des Künstlers Georg Mayerhanser über die Buchhandlung Herzog, die die lebenden Weihnachtsbäumchen aus dem Schaufenster versteigert, bis zur Aktionsgemeinschaft Handel und Handwerk, die bislang 6000 Euro in ihren Spendenboxen gesammelt hat, gab es etliche Spendenaktionen, denn „es zählt immer noch jedes bisschen“. Manuela Gyimes möchte demnächst die Großspenden der Firmen einholen, die ihr bereits zugesagt wurden, um den nächsten Schritt gehen zu können.

Das Verfahren zur Umwidmung des Grundstücks im Inntal in eine Sonderfläche Tierheim läuft bereits und man gehe davon aus, dass das Tierheim an dieser Stelle eine Bereicherung darstellen werde.

„Denn als Tierschutzverein stehen wir natürlich für alle Tiere, auch für die Wildtiere“, bekräftigte sie zum Abschluss.

Was tun, wenn man einen Igel findet?

Wer zu dieser Jahreszeit tagsüber einen Igel findet, der draußen herumläuft, kann davon ausgehen, dass mit dem Tier etwas nicht stimmt. Igel sind normalerweise nachtaktiv und schlafen im Winter:

- Ein junger Igel sollte mindestens 600 bis 650 Gramm auf die Waage bringen, um über den Winter zu kommen. Ein ausgewachsener Igel sollte 1200 Gramm wiegen. Weiße Flecken am Körper deuten auf Fliegeneier hin, die gefährlich für den Igel sind.

- Nach dem Fund: eine Igelstation kontaktieren oder einen Tierarzt. Die Parasiten, mit denen der Igel lebt, werden bei Wärme aktiv und müssen medizinisch schnell behandelt werden. Erst danach kann der Igel zu Hause weiter gepflegt werden (die Igelstation hilft auch bei weiteren Fragen).

- Igel sind Fleischfresser bzw. Insektenfresser: rohes Hackfleisch, Hühnerbeine, Frettchentrockenfutter mit 100 Prozent Fleischanteil, Katzenfutter mit hohem Fleischanteil oder Eier sind geeignet.

- Nach dem Gesundpflegen muss der Igel wieder in Freiheit entlassen werden.

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