Waldkraiburg – Der Trend nach oben hält an: Im vergangenen Jahr war die Zahl der Waldkraiburgerinnen und Waldkraiburger erstmals nach vielen Jahren wieder über die Marke von 25000 gestiegen (die umstrittenen Zensusergebnisse von 2011 sind darin nach wie vor nicht berücksichtigt; Anm. d. Red.). Heuer weist die Statistik erneut einen Zuwachs aus: um 1,4 Prozent oder 351 auf 25526 Einwohner.
22,82 Prozent der Einwohner haben keinen deutschen Pass
Der Großteil dieses Zuwachses geht auf Zuzug aus dem Ausland zurück. Der Anteil der Bürger ohne deutschen Pass ist auf 5825 gestiegen. Das entspricht 22,82 Prozent. Das heißt fast jeder vierte Waldkraiburger ist Ausländer. In einigen Altersgruppen, vor allem bei Kindern und den Erwerbsfähigen, liegt dieser Anteil zum Teil deutlich höher.
Dies stehe in Zusammenhang mit der Anker-Dependance und weiteren Flüchtlingsunterkünften in der Stadt sowie mit dem Zuzug von EU-Arbeitnehmern vor allem aus dem ost- und südosteuropäischen Raum, so Robert Heinfeldner, der neue Leiter des Einwohnermeldeamtes. Aus diesen Ländern kommen viele Männer, die in den Schlachthöfen im Landkreis arbeiten oder in anderen Niedriglohnbereichen wie der Paketzustellung.
Nicht zuletzt daran liegt es auch, dass die Statistik für Waldkraiburg zur Jahreswende mehr Männer (12825; 50,24 Prozent) als Frauen (12701; 49,76 Prozent) ausweist.
Nicht weniger auffällig ist die Tatsache, dass erstmals nach vielen Jahren der Anteil der Personen im Ruhestandsalter ab 65 Jahren an der Gesamtbevölkerung nicht weiter angestiegen ist. Mit 21,5 Prozent liegt er sogar minimal unter dem Vorjahreswert (21,6).
Geburtenzahl erneut gestiegen, aber immer mehr Sterbefälle
Fortgeschrieben wird eine weitere Tendenz: Die Geburtenzahlen liegen mit 243 noch einmal höher als im Vorjahr (240). Vor zehn Jahren wurde mit 159 Geburten ein Rekordtief erreicht. Obwohl 2018 mehr Babys zur Welt kamen, bleibt die Zahl der Geburten unverändert deutlich hinter den Sterbefällen (336) zurück.