Waldkraiburg – Eigentlich hätte Matteo Waldmann (siehe auch Umfrage oben) auch was anderes zu tun. Geburtstag feiern nämlich. Matteo ist grade sieben geworden. Doch das Training seiner F-Jugend-Mannschaft geht vor. Zweimal in der Woche trifft sich die F-Jugend in der Liszt-Turnhalle. Seit eineinhalb Jahren macht Matteo mit. Er ist einer von 120 Aktiven unter 18 Jahren.
Acht Jugendteams
mit 120 Aktiven
„Wie zu den besten Zeiten“, freut sich Abteilungsleiter Fritz Stamp über den regen Betrieb. Elf Mannschaften, darunter acht Jugend-Teams kann der VfL aufbieten. Die Abteilung tut eine Menge für die Nachwuchswerbung, präsentiert sich beim jährlich Sporttag für die Zweitklässler und stellt ihren Sport in den Grundschulen vor. Noch in diesem Januar sind Übungsleiter einen ganzen Vormittag zum Sportunterricht in der Goethe-, der Graslitzer- und der Beethovenschule.
14 ausgebildete Übungsleiter betreuen die Teams. „Uns gehen schön langsam die Trainer aus“, sagt Stamp und gibt gleichzeitig Entwarnung. Sollte eine ähnliche Handball-Begeisterung wie vor zwölf Jahren ausbrechen, wird niemand abgewiesen, der diesen Sport beim VfL kennenlernen möchte. „Wir bewältigen das schon.“
Fritz Stamp jedenfalls ist Optimist, glaubt, dass die deutsche Mannschaft auch diesmal sehr erfolgreich abschneiden könnte. „Nach dem was ich in den Testspielen gesehen habe, ist das Halbfinale drin.“
Und wenn es tatsächlich sehr gut läuft, dann ist gut möglich, dass die Handball-Abteilung auch ein Public Viewing in der Liszt-Turnhalle aufzieht.
Übrigens: Zum Feiern hat der VfL heuer vermutlich selbst dann etwas, wenn es nichts mit einer deutschen WM-Medaille werden soll. Die erste Herrenmannschaft schickt sich nach längerer Durststrecke in dieser Saison als Herbstmeister an, von der Bezirksliga in die Bezirksoberliga aufzusteigen. „Es schaut gut aus“, so Stamp.