Taufkirchen – Eine große Trauergemeinde verabschiedete sich von Rudolf Löw, der im Alter von 68 Jahren von seinem Leiden erlöst wurde. Ein letztes Halali, gespielt von den Jagdhornbläsern, hallte über die letzte Ruhestätte eines Jägers, dessen Leben, Denken und Arbeiten der Schöpfung Gottes galt. So begleitete ihn auch die Jägerschaft auf seinem letzten Erdenweg, angeführt von den Vereinsabordnungen, die mit ihrem Rudi ein treues und beliebtes Mitglied verloren.
Das Leben des „Westner Rudi“ begann am 20. Mai 1950 auf dem Westnerhof. Dort wuchs er auch mit seinen Geschwistern auf und besuchte die Volksschule in Taufkirchen. Anschließend machte er eine Schreinerlehre in der Schreinerei Schmidinger und blieb seinem Lehrbetrieb 48 Jahre bis zu seinem Ruhestand treu.
Ein sehr glückliches Leben begann für ihn mit der Heirat von Hilde Wimmer aus Grünthal, die er im Mai 1974 ehelichte. Die ersten Jahre wohnten sie in Jettenbach, bezogen dann ihr Eigenheim in der Gallenbachstraße in Taufkirchen. Die beiden Söhne Robert und Sebastian krönten das Eheglück, die beiden Enkeltöchter Helena und Marlene waren für den Opa der ganze Stolz.
Die Jagdleidenschaft hat der Verstorbene wohl von seinem Vater geerbt und so war er 41 Jahre Jäger und 30 Jahre Pächter der Zeilinger Jagd. Löw war zwei Perioden Mitglied der Kirchenverwaltung, aktiver Schütze bei den Alt und Jung Schützen und aktives Mitglied in der Zeilinger Feuerwehr.
Bereits vor fünf Jahren erkrankte er an Krebs und diese Erkrankung ließ ihn nicht mehr los. Seine Familie ermöglichte ihm durch Pflege rund um die Uhr ein Leben daheim.fim