Der Verein

Geheimnisvolle Unterwasserwelt

von Redaktion

45 Jahre war Heiko Hansen in der Vorstandschaft des Aquariumvereins

Waldkraiburg – Aquarien mit ihren schillernden Fischen haben Heiko Hansen von Kindheit an fasziniert. Damals wohnte er noch in Berlin, in einer Zwei-Zimmer-Wohnung und hatte schon drei Aquarien. Als es ihm später zu viel wurde mit der Mauer, zog er aus West-Berlin fort nach Bayern. Sein Schwager half ihm, eine Wohnung zu finden und er bekam Arbeit bei der Firma Agfa. Er trat dem „Amazonas Aquarium und Terrarium-Verein Waldkraiburg e.V.“ bei, war anschließend 45 Jahre in dessen Vorstandschaft.

Nun ist er 75 Jahre alt und seine Leidenschaft für Zierfische ist ungebrochen, obwohl er aktuell aus gesundheitlichen Gründen kein Aquarium hat.

Ein praktisches Hobby zur Beruhigung

Am besten gefiel ihm immer die beruhigende Wirkung, die von einem Aquarium ausgeht. „Wenn mich etwas nervte, sah ich ins Aquarium“, sagt er. Aber es hatte für ihn auch praktische Gründe. Anders als bei einer Katze oder einem Hund, kann man Fische alleine lassen und auf Reisen gehen. „Es ist problemlos durch die Technik“, findet Hansen. Durch eine Zeitschaltuhr könne man Licht einbauen und durch einen Futterautomaten das Futter in Abwesenheit steuern. So waren seine Lieblingsfische, wie etwa Diskus und Skalare auch dann versorgt.

Wenn er heute in ein Aquarium sehen will, besucht Hansen seinen Freund und Vereinskollegen Martin Lenk, der nun Vorsitzender ist. Er hat fünf Aquarien in seinem Haus, davon ein großes mit 750 Litern im Wohnzimmer. Es ist ein Paludarium, eine Kombination aus Terrarium und Aquarium. Darin sind zwei Schwarmfischarten angesiedelt, Blutsalmler und Sumatras. Sie sind lebhafte und sehr aktive Fische.

In einem 30 Liter Wandaquarium, einem Nanobecken hat er, einem neuen Trend folgend, Zwerg-Garnelen untergebracht, die mit ihren leuchtend orangeroten und blauen Farben hübsch anzuschauen sind. Mit welcher Technik und welcher Beleuchtung so ein Becken ausgestattet werden muss, ist derzeit zum Beispiel ein großes Thema im Aquarium-Verein. Mit dem Rot-/Blauanteil der LED-Farbtöne wird experimentiert und darüber diskutiert.

Aber auch Anfänger erhalten Tipps. Zum Beispiel, dass ein Becken erst „eingefahren“ werden muss. Das heißt, man kann die Fische erst einsetzen, wenn sich Bakterien gebildet haben, also nach drei bis vier Wochen. Gar nicht geht, dass man Friedfische mit Raubfischen zusammensetzt. Die besten Fische für Anfänger sind Guppys.

Treffen und Fischbörsen

Seit 1962 gibt es den Amazonas Aquarium und Terrarium-Verein Waldkraiburg. Aktuell finden die Treffen im Park-Café Chablis statt, jeweils am ersten und dritten Samstag im Monat ab 19 Uhr. Darüber hinaus gibt es die Fischbörse in der Reichenberger Straße 19 bei Laschütza, jeden vierten Sonntag im Monat, ab 10 Uhr. Das Vereinsleben wird in gemeinsamen Ausflügen und Festen gepflegt.sn

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