Viel Lob für Kulturarbeit

von Redaktion

Jahreshauptversammlung beim Verein für Heimatpflege in Kraiburg

Walter Hartlmaier

Sprecher der Kraiburger
Ritterschaft

Kraiburg – Der Verein für Heimatpflege Kraiburg hat seine Jahreshauptversammlung zusammen mit den Sparten Ritterschaft und Theatergruppe abgehalten. Alois Fürstenberger, Vorstand des Heimatvereins, blickte auf viele Aktivitäten zurück, unter anderem auf die Brunnenbepflanzung am Marktplatz. „Singa und Spuin“ wurde ebenso organisiert wie die Christbaumbeleuchtung bei der Apotheke und die Kräutersträuße-Aktion. Das Faschingskranzl ist am Rosenmontag, 4. März, in der „Wuhrmühle“.

Kassenwartin Christa Schinkinger vermeldete in ihrem Kassenbericht ein Plus von 552 Euro.

35 Proben bei der Theatergruppe

Walter Hartlmaier als Sprecher der Ritterschaft berichtete über die Mittelalter- und Burgfeste in Bernau, Hallbergmoos, Amerang, Burghausen, Tittmoning, Erharting und Ladis/Tirol sowie eine mittelalterliche Hochzeitsfeier.

Ein Minus von 407 Euro gab Sabine Hausperger im Kassenbericht an.

Zur „Komödie im Dunkeln“, die neunmal aufgeführt wurde, berichtete Theatergruppenleiter Alois Für-stenberger von 35 Proben und Workshops.

Fürstenberger: „Stolz sind wir auf unsere Jugendgruppe, die auch selbst Entwürfe erstellt. Junge Leute ab zwölf Jahren sind dazu jederzeit willkommen!“ Ein arbeitsreiches Frühjahr brachten der Ab- und Neubau der Bühne sowie die Putz- und Malerarbeiten in der Remise, wo viele Helfer mitgewirkt haben. Der Raum hinter der Bühne soll nun noch hergerichtet werden.

Im Kassenbericht der Theatergruppe verlas Melanie Schreiber ein Plus von 500 Euro.

Bürgermeister Dr. Herbert Heiml lobte das Zusammenspiel der Abteilungen im Heimatverein. „Ihr habt mit der Bühne in der Remise viel geleistet. Dies kommt den kulturellen Ansprüchen wiederum zugute.“bac

Die schönen Seiten des Ritterlebens

Wie steht es bei der Kraiburger Ritterschaft? Drei Fragen an Walter Hartlmaier, Sprecher der Gruppe:

Seit wann gibt es die „Kraiburger Ritter“ und was ist in dieser Zeit entstanden?

Zusammen mit meinen Söhnen Roger und Sascha habe ich im November 2003 die Ritterschaft gegründet – es gibt uns also nun schon 15 Jahre, mit derzeit 32 Mitgliedern. Es ist schön, das Mittelalter aufleben zu lassen. Wir sind eine große Familie – ein toller Zusammenhalt. Das Training ist sehr wichtig, denn so ein Schwert wiegt 1,2 bis 1,9 Kilogramm. Zum Glück ist noch nie etwas passiert!

Welche Höhepunkte gibt es in einem Ritterleben?

Schöne Erlebnisse bereiten uns die Mittelalter- und Burgfeste, die wir mit 15 bis 20 Personen besuchen. Zwei bis drei Tage sind wir da unterwegs, und es ist schon ein großer Aufwand. Aber wir zählen schon zu den Profis und feiern große Erfolge. Heuer veranstalten wir am 22. Juni auf dem Kraiburger Schlossberg wieder die mittelalterliche Rittersonnwend, die wir alle zwei Jahre abhalten.

Wie sieht es bei den Rittern mit dem Nachwuchs aus?

Früher waren schon mal ein halbes Dutzend junge Leute dabei. Momentan fehlt uns die Jugend, die uns jedoch sehr wichtig wäre. Wir würden uns über interessierte Mädchen und Burschen ab zwölf Jahren freuen. Sie können sich informieren und reinschnuppern und bei mir unter der Telefonnummer 08636/9865922 melden.

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