„Aristokraten auf dem Hochseil“ sind berühmteste Bürger der Stadt

von Redaktion

Die Stey-Familie wird als zirzensische Sensation gehandelt – Neuer Rekord: Über 1100 Besucher beim SPD-Ball im Zappe-Saal

Waldkraiburg und die Welt – Sie sind die „Aristokraten auf dem Hochseil“ und werden in der internationalen Zirkusszene als „Sensationsnummer“ gehandelt: die Mitglieder der weltberühmten Stey-Truppe, die frisch nach Waldkraiburg gezogen sind. In der Woche vor 50 Jahren stellt die Zeitung die prominentesten Bürger der Stadt vor.

Als einzige Hochseiltruppe der Welt treten die Steys mit fünf Damen und zwei Herren auf und begeistern das Zirkuspublikum in ganz Europa. In mehreren Filmen sind sie bereits als Double aufgetreten.

Geld verzockt – Mann täuscht aus Angst vor Frau Raubüberfall vor

Aus Angst vor seiner Frau täuscht ein 42-jähriger Hilfsarbeiter aus Waldkraiburg einen Raubüberfall vor. Der Mann hatte seine ganze Barschaft, 50 Mark, am Spielautomaten verjubelt. Wegen einer Vortäuschung einer Straftat kriegt der ängstliche Zocker nun auch noch Ärger mit der Polizei.

Neuer Rekord beim SPD-Ball: Über 1100 (!) Besucher feiern im neuen Saal der Keglergaststätte Zappe Fasching. Dabei finden noch vier weitere Faschingsbälle an diesem Wochenende in Waldkraiburg statt.

Die katholische Kirchenstiftung Christkönig plant den Bau eines Kinderhorts und eines Kindergartens an der Kopernikusstraße mit Erweiterungsmöglichkeiten. Daneben soll ein Schwesternhaus entstehen. Zwischen Enzian- und Edelweißstraße ist außerdem eine Notkirche aus Holzfertigteilen in Planung.

250 Senioren um ihr Erspartes gebracht? Staatsanwalt ermittelt

Wurden 250 Senioren, die mehrere Tausend Mark für ihre Wohnungen im Altenheim am Münchner Platz vorausgezahlt hatten, vorsätzlich betrogen? Oder haben die Verantwortlichen die Chancen des Projekts falsch eingeschätzt? Diese Frage wirft die Zeitung in einem Bericht über laufende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft auf. Demnach hatten die alten Leute eineinhalb Jahre nach der Pleite des ambitionierten Projekts noch immer keinen Groschen ihres sauer ersparten Geldes gesehen. Es geht um insgesamt 1,3 Millionen Mark.

Die IG Chemie, Papier, Keramik zieht eine durchwachsene Bilanz für die Branche in der Region. Vor allem die Glasbetriebe haben sich noch nicht von der wirtschaftlichen Talfahrt Mitte der 1960er-Jahre erholt. Die Beschäftigtenzahlen sind aber auch in mehreren Chemiebetrieben weiter rückläufig. Nur das Gummiwerk und die Lowi haben die Zahl der Arbeitnehmer erhöht.

Rechenzentrum für Waldkraiburg nimmt langsam Gestalt an

Das Projekt „Rechenzentrum für Waldkraiburg“ nimmt immer mehr Gestalt an, bereits 15 Firmen haben sich zur Beteiligung bereit erklärt.

Für 800000 Mark will die Stadt 16 Straßen im Stadtgebiet asphaltieren und voll ausbauen.

24 Volksschüler werden auf Kosten der Stadt als Schülerlotsen ausgebildet, um die Kinder an der Fußgängerdruckampel in der Siemensstraße sicher zum Schulzentrum in der Dieselstraße zu geleiten.

Pürten überlässt ihr Schulvermögen, darunter einige Tonfilmgeräte, kostenlos der Stadt Waldkraiburg.

Der Markt Kraiburg will das gemeindeeigene Krankenhaus dem Landkreis übergeben. Die Stadt Waldkraiburg, so die Zeitung, soll Kraiburg angeboten haben, das Krankenhaus als Pflegeabteilung dem geplanten Grundversorgungskrankenhaus in Waldkraiburg anzugliedern.

Mit 16:14 Stimmen nominiert die CSU Valentin Dasch aus Zangberg als ihren Bundestagskandidaten, knapp geschlagen: Gegenkandidat Gerold Tandler, der spätere bayerische Innenminister.

Zehntausende säumen die Straßen in Prag, um von dem Studenten Jan Palach Abschied zu nehmen. Der 21-Jährige hatte sich wenige Tage zuvor aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings durch die Sowjetunion selbst verbrannt, um ein Zeichen gegen die Rücknahme der Reformen von Alexander Dubcek zu setzen. Die Trauerfeierlichkeiten in Prag werden von Kundgebungen in aller Welt begleitet. hg

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