Waldkraiburg – Bund Naturschutz-Experte Dr. Andreas Zahn schlägt Alarm: „Der Wiesenpieper steht inzwischen auf der Roten Liste gefährdeter Tiere Bayerns. Er ist vom Aussterben bedroht.
Im Isental ist‘s aus
Der Wiesenpieper ist ein Brutvogel offener Landschaften. Er nistet beispielsweise in feuchten Wiesen und Mooren, wie sie im Isental zu finden sind. „Doch ist er hier im Landkreis Mühldorf als Brutvogel ausgestorben“, sagt der Biologe bedauerend.
Im Raum Waldkraiburg tritt der Pieper allenfalls noch als Durchzügler in Erscheinung. In ganz Bayern hat sein Bestand dramatisch abgenommen. Der Stelzenvogel benötigt ausgedehnte Wiesengebiete mit hohem Grundwasserstand, Gräben, feuchten Senken und sumpfigen Stellen. Diese Lebensräume wurden in ganz Bayern weitgehend in Fettwiesen umgewandelt.
Ist der Wiesenpieper erst einmal verschwunden, siedelt er sich nicht mehr so schnell an, wie das Beispiel Isental zeigt, wo der Lebensraum wieder verbessert wurde, der Wiesenpieper aber vorüberzieht, erklärt Zahn. re