Neuwahlen

Trend: Waldbaden und Biophilia-Effekt

von Redaktion

Ortsgruppe des Bund Naturschutz: „Volksbegehren keine Aktion gegen Landwirte“

Kraiburg – Auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Kraiburg/Taufkirchen des Bund Naturschutz wurde es deutlich: Die Mitglieder sind mit ihrer Vorstandschaft sehr zufrieden. Das gesamte Team unter der Ersten Vorsitzenden Doris Anzinger-Pohlus wurde für die nächsten vier Jahre einstimmig wiedergewählt. Die Programmangebote der Naturschützer finden regen Zuspruch, die Finanzen sind in Ordnung und die Kindergruppe hat reichlich Mitglieder.

Ortsvorsitzende Doris Anzinger-Pohlus hob als besondere Höhepunkte die Beteiligung an der Großdemo „Wir ham’s satt“ in München, die Aktion „Ramadama“ sowie die Beteiligung am Ferienprogramm der Gemeinde hervor. Kassiererin Bärbel Brandstetter informierte die Mitglieder, dass bei einem Gewinn von rund fünf Euro der Kassenstand mit knapp 900 Euro zwar keine großen Sprünge erlaube, aber eine ordentliche Basis ist.

Sylvia Marczynski, die zusammen mit Barbara Stellner die Kindergruppe leitet, berichtete, dass die Kindergruppe sich einmal im Monat trifft und sich vor allem draußen in der Natur aufhält. Da reichen die Aktivitäten vom Einsammeln der Kröten bei ihrer Wanderung im Frühjahr über Schwammerl suchen und Schlitten fahren bis hin zum Basteln mit Naturmaterialien oder dem Besuch bei einem Imker. Zweite Bürgermeisterin Anette Lehmann dankte den Mitgliedern für das „Engagement in der Gemeinde“ und Kreisgruppenvorsitzender Gerd Ruchlinski meinte: „Es ist sehr beeindruckend, was die Ortsgruppe auf die Beine stellt, sie ist eine der aktivsten Gruppe im Landkreis.“

Anschließend gab Anzinger-Pohlus feststehende Termine für das kommende Jahr bekannt. Als wichtigste Maßnahme in diesem Jahr stellte sie die Eintragung zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“ vom 31. Januar bis zum 13. Februar im Rathaus heraus und betonte, dass dies keine Aktion gegen die Landwirte, sondern für den Naturschutz und die Artenvielfalt ist. „Ramadama“ findet am 23. März statt.

Außerdem informierte Judith Harrison die Mitglieder darüber, dass schon im vergangenen Jahr unter Mithilfe von Michael Stadler von der Unteren Naturschutzbehörde für den Spielplatz an der Seltenhornstraße ein Konzept erarbeitet wurde und erste Maßnahmen ergriffen wurden, um den Spielplatz auch ökologisch aufzuwerten. In diesem Jahr werde die Gemeinde Spielgeräte aufstellen und entsprechende Pflanzungen vornehmen.

Abschließend referierte Christine Herfort unter dem Thema „Waldbaden und der Biophilia-Effekt“ über den bei uns relativ neuen Trend, die natürlichen Heilkräfte des Waldes zu nutzen. Waldbaden entstand bereits 1982 in Japan und meint, sich langsam und ohne Stress im Wald zu bewegen und alle fünf Sinne ansprechen zu lassen. Bereits zwei Stunden Waldbaden baut nachweislich Stress ab, senkt den Blutdruck, verbessert die Stimmungslage und man schläft besser.

Je länger der Aufenthalt im Wald ist, umso länger halten die Auswirkungen an. Grund dafür ist, dass die Luft im Wald sauerstoffreicher ist und die Bäume über Blätter und Nadeln eine Unmenge von chemischen Substanzen aussenden, die wir auch riechen können und die unser Immunsystem deutlich stärken. Diese Erkenntnisse sind wissenschaftlich belegt.

Der japanische Begründer des Waldbadens, Professor Miyazaki Yoshifumi, sagte: „Keine Medizin, die Sie einnehmen können, hat einen so unmittelbaren Einfluss auf Ihre Gesundheit, wie ein Spaziergang in einem schönen Wald.“

Und Christine Herfort meinte dazu: „Waldbaden ist unabhängig von der Jahreszeit, kennt keine Öffnungszeiten und kostet auch nichts.“

Der Vorstand

Erste Vorsitzende Doris Anzinger-Pohlus, Zweite Vorsitzende Judith Harrison, Schatzmeisterin Bärbel Brandstetter, Schriftführerin Christine Herfort, Beisitzer Mike Pohlus und Hans Wild.

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