„Angst ist fehl am Platz“

von Redaktion

Interview Fünf Fragen an Adi Ruhaltinger

Kraiburg – Nervenstärke und eine gute körperliche Verfassung gehören ebenso zu einer Rallye wie ein verlässliches Fahrzeug. Rallye Co-Pilot Adi Ruhaltinger im Kurzinterview.

Was war das Schlimmste, was Ihnen je bei einer Rallye passiert ist?

Vor etwa zwei Jahren explodierte unser Motor kurz vor dem Ziel.

Und wenn ein anderes Team einen Unfall oder eine Panne hat?

Teamgeist ist enorm wichtig. Natürlich halten wir an und helfen, wenn ein anderes Team Hilfe braucht. Nicht jeder denkt so wie wir, denn schließlich möchte man ja gewinnen. Die Zeiten bekommen wir aber angerechnet, wenn wir helfen.

Ihr größter Wunsch im Off-Road-Sport?

Einmal die Rallye Paris-Dakar mitfahren – das wäre das Allergrößte für uns. Das ist die bedeutendste Langstrecken- und Wüstenrallye der Welt. Dafür bräuchten wir aber Gönner und Förderer, die uns dabei unterstützen, daran teilnehmen zu können.

Woran leidet dieser Sport?

Ich mache diesen Sport aus Leidenschaft. Leider geht der Motorsport in Deutschland unter. Die Rallyes müssten medienwirksamer vermarktet werden. Mehr Übertragungen im Fernsehen wären wünschenswert. In Ländern wie Bulgarien bekommt der Motorsport große Aufmerksamkeit. Hinzu kommt, dass man nur schwer Sponsoren findet.

Stichwort Angst. Fährt die bei Ihren Extremtouren mit?

Das größte Hindernis ist der Mensch, nicht das Fahrzeug. Ich liebe den Adrenalinkick. Angst ist bei solch einem Sport absolut fehl am Platz.Kirsten Meier

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