Waldkraiburg – 19 Streifenwagenbesatzungen verschiedener Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und der Bundespolizei waren am Freitagabend im Einsatz, um „zu befürchtende Sicherheitsstörungen“ an der Anker-Dependance abzuwenden, wie Pressesprecher Stefan Sonntag vom Präsidium erklärt. Hintergrund war die Verlegung von 15 Bewohnern der Waldkraiburger Dependance in eine andere Unterkunft. Aufgrund der starken Polizeipräsenz konnte der Einsatz friedlich zu Ende gebracht werden.
Bereits verlegte Bewohner wollten wieder zurück nach Waldkraiburg
Gegen 20.15 Uhr war die Polizei vom Sicherheitsdienst der Unterkunfts-Dependance im Neisseweg zu Hilfe gerufen worden. 15 Asylbewerber, die am Morgen aus der Dependance in eine andere Unterkunft verlegt worden waren, hatten sich auf eigene Faust auf den Rückweg nach Waldkraiburg gemacht, weil sie dorthin zurückkehren wollten.
Die ersten davon waren um kurz nach 20 Uhr an der Dependance eingetroffen, wo ihnen vom Sicherheitsdienst der Zutritt verwehrt wurde. Der Sicherheitsdienst, der im Auftrag der Regierung von Oberbayern dort eingesetzt ist, hatte sein eigenes Personal zwar kurzfristig erheblich verstärkt, befürchtete aber die Gefahr einer Eskalation der Situation, wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums weiter mitteilt.
Die eingesetzten Polizeistreifen griffen am Bahnhof in Mühldorf und am Bahnhaltepunkt in Waldkraiburg die übrigen Personen auf. Gegen vier Personen aus der Gruppe, bei allen handelt es sich um Nigerianer, wird nun wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs ermittelt. Sie waren in die Dependance im Neisseweg eingedrungen oder hatten dies versucht.
In Absprache mit der Regierung von Oberbayern begleitete die Polizei später, gegen 22.40 Uhr, die kurzfristig organisierte Verbringung von 13 Personen der Gruppe nach München. Zu Zwischenfällen oder Sicherheitsstörungen kam es nicht mehr.re