Waldkraiburg – 900 Portionen Gummibärchen, Erdnüsse oder etwa Käseraspeln können in einer Minute gewogen werden – auf das Gramm genau. Damit hat das Waldkraiburger Unternehmen Atoma Multipond im Jahr 2017 die Messlatte in der Wägetechnik noch einmal hochgeschraubt.
Schneller, genauer, intelligenter: Das ist seit Jahren die Marschrichtung des inhabergeführten Unternehmens, das seit seiner Gründung vor über 70 Jahren auf die Entwicklung von Mehrkopfwagen für die Industrie spezialisiert ist. Auf der Seite „Wirtschaft in der Region“ berichten wir in der heutigen Ausgabe ausführlich über die Atoma Multipond.
Forschungsprojekt
gestartet
Um noch mehr Innovationen generieren zu können, haben die Entwickler im November 2018 ein Forschungsprojekt gestartet, das sich mit der Weiterentwicklung der Wägetechnik befasst. Kooperationspartner ist der Lehrstuhl von Professor Christoph Ament von der Fakultät für Informatik an der Universität Augsburg. Man könne zwar wenig über den Forschungsgegenstand verraten: „Aber die Erwartungshaltung ist hoch“, so Andreas Peters, der die Gesamtleitung Entwicklung verantwortet.
Gefördert wird das zweijährige Forschungsprojekt durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Die Waldkraiburger beziffern die Summe für ihr Forschungsprojekt auf rund 380000 Euro, gefördert werden 30 Prozent. Sieben Mitarbeiter aus der Forschung und Entwicklung sind in das Projekt involviert.
Mit dem Forschungsprojekt will man nicht nur neues Wissen generieren, sondern auch Wissen älterer Mitarbeiter an die jüngeren weitergeben. Wolfram Zeck zum Beispiel ist seit über 25 Jahren im Unternehmen und leitet die Soft- und Hardwareentwicklung. Er hat in seiner Laufbahn technisch betrachtet Quantensprünge erlebt.
Natürlich ist auch bei der Unternehmensgruppe Atoma Multipond die Gewinnung neuer Fachkräfte ein Thema. Für Nachwuchskräfte bietet die Firma unter anderem Themen auch für Abschlussarbeiten an. Aktuell im Angebot: „Sensoren zum Erkennen von Fremdkörpern.“