Die „Tools“ schmuggelt er an seiner Frau vorbei

von Redaktion

Heinz Konrad feierte in Gars seinen 80. Geburtstag

Gars – 1946 aus seiner Heimat im Sudetenland vertrieben, kam der 1939 geborene Heinz Konrad mit seinen Eltern und seinem Bruder erst nach Edling bei Wasserburg. Wenige Wochen später zog der Siebenjährige mit seiner Familie nach Gars, besuchte dort die Schule und fand hier schließlich seine neue Heimat, mit der er sich heute eng verbunden fühlt.

Heinz Konrad erlernte nach seiner schulischen Ausbildung das Spengler- und Installateurhandwerk und schloss diese Ausbildung mit hervorragenden Leistungen, im bereits von seinem Bruder gegründeten Betrieb, ab. Stets an Neuem interessiert, blieb der Jubilar seinem erlernten Beruf treu und nutzte dabei sich ihm gebotene Möglichkeiten, sein Fachwissen in weiteren Betrieben zu erweitern.

Mit 22 Jahren führte der Jubilar seine Juliane, geborene Hiermannsberger, 1961 vor den Traualtar, aus der glücklichen Ehe ging ein Sohn hervor.

Seine Leidenschaft gilt dem Tischtennis, ein Sport, dem Heinz Konrad lange Jahre beim TSV Gars nachging, eine Zeit, in der auch die Abteilung des TSV von seinem handwerklichen Geschick profitierte. Nicht nur ein Wagen für die Tischtennisplatten entstand in seiner kleinen heimischen Werkstatt, der aber erleichterte den Vereinskameraden lange Jahre den vorher mühevollen Auf- und Abbau der Platten erheblich.

Gesundheitlich etwas angeschlagen, geht heute einiges nicht mehr ganz so leicht, was aber Heinz Konrad nicht daran hindert, eigene Gedichte zu verfassen und auch beim Kreuzworträtseln sein Wissen unter Beweis zu stellen. Sein grüner Daumen ruft nach wie vor bewundernde Blicke für seinen wohl gepflegten Garten hervor und im Gewächshaus selbst gezogene Saat bringt nicht nur frischen Salat auf den Tisch, sondern auch Anerkennung angesichts der reichen Ernten. Natürlich sind dafür gelegentliche Baumarktbesuche unerlässlich, bei denen der Jubilar immer wieder das ein oder andere nützliche „Tool“ findet und an seiner Juliane vorbei zur Kasse schmuggelt, witzelt das Geburtstagskind.

Für die Gemeinde überbrachte Zweiter Bürgermeister Georg Thanner und für den Pfarrverband Waltraud Schwalm die Glückwünsche und die drei tauchten dabei über den Vormittag hinweg in zahlreiche Anekdoten aus der Garser Geschichte ein, die der Jubilar mitreißend zu erzählen versteht. wim

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