Waldkraiburg – Sie gelten als bekannte Alltagsvögel: Schwalben, Mauersegler, Turmfalke, Dohle oder Spatz und bewohnen wie viele weitere Arten als Gebäudebrüter unsere Gebäude. Dabei haben sie ein gemeinsames Problem: Ihre Lebensbedingungen verschlechtern sich ständig und ihre Bestandszahlen nehmen teils rapide ab.
In einer Gebäudebrüter-Ausstellung im Foyer des Rathauses Waldkraiburg, organisiert durch die Kreisgruppe des Landesbundes für Vogelschutz (LBV), wird den verschiedenen Fragen nachgegangen, warum es zu dieser Entwicklung kam. Natürlich fehlen vielfach die Nistmöglichkeiten, denn die heutigen Bauweisen lassen bei Neubauten kaum noch Nischen oder Einflugmöglichkeiten frei und durch Wärmedämmung und energetische Sanierung gehen ebenfalls Brutplätze verloren. Geeignete Nisthilfen können da oft Abhilfe schaffen. Schwerwiegender ist da für Ingrid Schubert als Kreisvorsitzende des LBV schon das Problem, „dass die Vögel in unserer stark veränderten Kulturlandschaft zu wenig Nahrung finden, es fehlen blühende, artenreiche Wiesen und Feldreine anstatt einer wertlosen Rasenfläche.“ Aber auch auf diese Fragen gibt die Ausstellung zahlreiche Antworten und zeigt Möglichkeiten auf, die mit einfachen Mitteln umgesetzt werden können. Die Ausstellung ist von Montag, 4. Februar, ab etwa 10 Uhr geöffnet und kann bis einschließlich Donnerstag, 14. Februar, zu den Öffnungszeiten im Rathaus besichtigt werden. Damit verbunden werden kann auch die Eintragung zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“ im Rathaus, denn klar ist: Die fehlenden Nahrungsgrundlagen aufgrund fehlender Insekten und Artenvielfalt führen zum starken Rückgang nicht nur der Gebäudebrüter, sondern auch vieler anderer Vogel- und Tierarten, wogegen sich ja auch das Volkbegehren wendet.ng