Kita-Umbau kostet halbe Million mehr

von Redaktion

Schlechte Nachrichten im Bauausschuss: Der Umbau eines ehemaligen Verwaltungs- und Sozialgebäudes der SGF zur städtischen Kindertagesstätte mit 101 Kindergarten- und Krippenplätzen wird teuerer als zunächst erwartet. Laut Kostenschätzung geht es um eine halbe Million Euro. Allerdings liegen die Kosten auch dann noch deutlich unter Neubau-Niveau.

Waldkraiburg – Bei rund 1,8 Millionen Euro sollten die Kosten für den Umbau laut einer ersten vorläufigen Einschätzung vom August 2018 liegen. Doch dieser Betrag ist nicht zu halten, wie Architekt Johannes Kessner erläuterte, der im Ausschuss die Entwurfsplanung und damit auch eine belastbare Kostenschätzung vorstellte.

Bei den Vorplanungen und Untersuchungen hatte sich unter anderem gezeigt, dass die Demontage und der Einbau der notwendigen Sanitär-, Heizungs- und Elektroanlage teuerer wird. Mehrkosten werden auch durch Abbruchmaterial verursacht, das zum Teil belastet ist. Gleiches gilt für die Verglasungen, die nicht bruchsicher sind und für die Kindertagesstätte komplett erneuert werden müssen. Dazu kommen viele kleinere Beträge, so das sich die geschätzten Kosten für den Umbau auf insgesamt 2,33 Millionen Euro summieren.

Der städtische Anteil an den Mehrkosten steigt entsprechend um 128000 Euro auf 826000 Euro, sofern die Förderung im erwarteten Umfang fließt. Eine konkrete Zusage der Regierung gibt es zwar noch nicht. Die Stadt geht aufgrund der bisherigen Erfahrungen aber von einem Förderanteil von 85 Prozent bei allen förderfähigen Maßnahmen aus.

Noch immer deutlich unter Neubau-Kosten

Trotz dieser Kostenmehrung „sind wir noch immer deutlich unter den Kosten eines Neubaus“, betonte Bürgermeister Robert Pötzsch. Mit gut 3,7 Millionen Euro wäre ein Neubau für 101 Kinder auf einem anderen Grundstück anzusetzen. Diese Summe ergibt sich laut Kessner aus pauschalen Sätzen pro Kind. Der Umbau kommt laut Stadt also auch dann noch immer um eine Million Euro günstiger, wenn man den Kaufpreis der Immobilie mitberücksichtigt.

Das Gebäude, das machte der Planer in seinem Vortrag im Ausschuss deutlich, sei für die künftige Nutzung als Kita „gut geeignet“. Er sprach unter anderem die Unterbringung der drei Kindergartengruppen im lichtdurchfluteten verglasten Hexagon an. Ein großer Essensraum, ein großzügiger Sanitärbereich, die vorhandene Fußbodenheizung werten die Kita auf. Ein Aufzug macht alle Räume des Gebäudes barrierefrei zugänglich.

Die Außenanlagen werden vielfältige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten bieten, mit Spielwiese, Terrassen- und Sandspielbereich, auf 1000 Quadratmetern.

Die Eltern holen und bringen ihre Kinder über den benachbarten Penny-Markt. Nur die Mitarbeiterinnen der Kita und die Zulieferer kommen über die Haidaer Straße. Acht Stellplätze stehen für die Beschäftigten zur Verfügung.

Der Ausschuss hat Entwurfsplanung und Kostenschätzung einstimmig gebilligt.

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