Nachruf

von Redaktion

Taufkirchen – Der Lebenskreis von Waltraud Uhlig hat sich geschlossen. Im Alter von 84 Jahren wurde sie von den Beschwerden des Alters erlöst und fand ihre letzte Ruhestätte im Waldkraiburger Waldfriedhof.

Am 23. Oktober 1934 wurde sie in Stadt-Liebau im Sudetenland geboren und verbrachte ihre Kindheit mit ihrer Schwester Gerlinde. Nach dem Krieg musste sie als Zwölfjährige mit ihrer Mutter und der fünf Jahre jüngeren Schwester die Heimat verlassen. Nach mehreren Stationen fanden sie in Taufkirchen ein neues Zuhause.

Nach ihrem Schulabschluss in Taufkirchen erlernte sie in der Firma Südstall-Dickow den Beruf einer kaufmännischen Angestellten, den sie mit Leib und Seele bis zu ihrem Ruhestand ausübte. Mit wenig Geld, aber viel Fleiß und Willen bauten sie sich in Englhausen ein Eigenheim. Im Jahr 1972 heiratete sie Helmut Uhlig und wechselte ihren Wohnsitz nach Waldkraiburg. Hier wurde sie für seine zwei Söhne Rainer und Andreas eine gute Mutter.

Nach Jahren kam die Polzer Traudl, wie sie allseits bekannt war, mit ihrer Familie wieder nach Taufkirchen zurück. Ein großer Verlust war der Tod der Mutter im Jahr 1994. Im Jahr 2003 schlug das Schicksal wieder zu. Sie erlitt eine Gehirnblutung und musste anschließend acht Monate in verschiedenen Krankenhäusern verbringen.

Wieder zu Hause waren die Enkelkinder ihre größte Freude. Nachdem nach ein paar Jahren die häusliche Pflege durch die Familie immer schwieriger wurde, musste sie ins Pflegeheim St. Nikolaus nach Kraiburg übersiedeln. Dort war sie aber nie allein, die Besuche des Gatten und ihrer Schwester erfreuten sie sehr. Durch ihr freundliches Wesen und ihre Hilfsbereitschaft war sie bei jedem, der sie kannte, sehr beliebt und wird in Erinnerung bleiben. fim

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