Waldkraiburg – Beim Forschungszentrum scheiden sich die Geister. Im Stadtrat ist das einmal mehr deutlich geworden. Bürgermeister Robert Pötzsch informierte das Gremium über zwei Abstimmungsgespräche der Stadt mit Landratsamt, Stadt Mühldorf und Hochschule, die noch im Februar anstehen. Er hoffe, da endlich mehr Informationen über die geplante Forschungseinrichtung zu bekommen. Die Stadt könne ein entsprechendes Grundstück zur Verfügung stellen. „Das macht aber nur Sinn, wenn wir wissen, was da passiert.“
Der CSU-Stadtratsfraktion sei die von der bayerischen Staatsregierung in Aussicht gestellte Ansiedlung des Technologietransferzentrums für biobasierte Materialien „ein Herzensanliegen“, so deren Sprecher Anton Sterr. Es gehe um eine Einrichtung von überregionaler Bedeutung. Den Bürgermeister forderte er auf, die Standorte der Grundstücke, die in Frage kommen, auf den Tisch zu legen. „Wir müssen uns aktiv um das Zentrum bemühen“, forderte Sterr die Verwaltung auf, dieses Thema „mit Herzblut“ anzugehen. Am Herzblut fehle es nicht, entgegnete Pötzsch. Er und auch die Verwaltung blute für die Entwicklung Waldkraiburgs. „Wir werden leider im Regen stehen gelassen.“ Die Stadt Waldkraiburg hat aufgrund der Informationslage bislang keine Zusagen hinsichtlich der Kostenübernahme für Hochschulen gegenüber dem Freistaat oder der Hochschule gemacht. “hg