Der erste Industriekunde der Fernwärme

von Redaktion

Die Firma Dickow Pumpen setzt auf umwelt- und klimafreundliche Wärme. Das Unternehmen in der Siemensstraße ist der erste Industriekunde der Waldkraiburger Fernwärme.

Waldkraiburg – Dieser Tage unterzeichneten Vertreter der Firma und der Stadtwerke Waldkraiburg GmbH den Vertrag: Der Anschluss der Firma Dickow an das mittlerweile 11,7 Kilometer lange Fernwärmenetz soll dann im Sommer folgen.

Gut 250 Tonnen

Kohlendioxid werden pro Jahr eingespart

Dickow wird künftig das neue und bestehende Verwaltungsgebäude sowie weitere Produktionshallen umwelt- und klimafreudlich beheizen. Mit der Umstellung auf die geothermale Fernwärme und der damit verbundenen Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen leistet die Firma einen erheblichen Beitrag zur Energiewende.

„Wir freuen uns, dass wir die Firma Dickow als Kunden gewinnen können und beim Ausbau unserer nachhaltigen Fernwärme einen großen Schritt vorankommen“, erklärte Norbert Weigl, Geschäftsführer der Stadtwerke am Rande der Vertragsunterzeichnung.

„Umwelt- und Klimaschutz haben bei Dickow einen ganz besonderen Stellenwert“, sagte Geschäftsführer Jörg Bornemann. „Dank des Fernwärme-Anschlusses wollen wir unsere Produktion nach der Umweltnorm ISO 14001 zertifizieren lassen und erreichen somit eine Kohlendioxid-Einsparung von gut 250000 Kilogramm pro Jahr.“

Der Ausbau der geothermalen Fernwärmeversorgung wird ein Marathonlauf. Das sei schon bei der Einweihung 2012 klar gewesen, sagt Norbert Weigl. Bis 2030 wird es laut Weigl noch dauern, bis das Leitungsnetz im gesamten Stadtgebiet steht. Bislang lag der Fokus beim Netzausbau auf der Stadtmitte und dem westlichen Stadtgebiet. Daran liegt es nach seinen Worten auch, dass mit Dickow erst ein großes Unternehmen an der Fernwärme hängt. Die anderen Betriebe liegen im Osten.

Und der Ausbau des Netzes sei aus Gründen der Wirtschaftlichkeit in Richtung Mitte und Westen erfolgt, um kommunale Gebäude und große Wohnungsbaukomplexe anzuschließen. Der Geschäftsführer räumt ein, dass viele Jahre lang schwierige Überzeugungsarbeit zu leisten war, nicht bei Neubauten, aber dort, wo sich die Frage nach einem Ersatz der alten, aber noch funktionsfähigen Heizanlage stellte.

158 Grundstücke und 2200 Wohneinheiten sind angeschlossen

158 Einheiten/Grundstücke sind mittlerweile laut Weigl angeschlossen. Zahlreiche öffentliche Gebäude vom Rathaus über diverse Schulen bis zur evangelischen Kirche und zum Waldbad sowie insgesamt rund 2200 Wohneinheiten werden geothermal geheizt.

2018 wurde das Fernwärmenetz um 2,3 Kilometer verlängert. Mit der Erschließung West kam kurz vor Weihnachten die Versorgung des künftigen neuen Wohnquartiers auf dem ehemaligen Konen-Gelände und die Graslitzer Schule hinzu.

Etwa 1,5 Kilometer Leitung werden 2019 in der Stadtmitte und im Westen verlegt. Dabei gehe es um Verdichtungen und Verlängerungen in einer Reihe von Straßen.

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