Erfolg auch ohne Abitur

von Redaktion

Die richtige Berufswahl ist nicht einfach. Um den Schülern der Diesel- und Franz-Liszt-Mittelschulen die Entscheidung etwas leichter zu machen, stellten sich viele Betriebe und Institutionen aus der Region bei einem Berufsinformationsabend vor.

Waldkraiburg – Die Schüler der Diesel- und der Franz-Liszt-Mittelschule kamen am Dienstagabend gerne zur Schule, denn hier konnten sie sich umfangreich über eine große Auswahl an Berufsmöglichkeiten informieren.

Bereits im Foyer hatten die Bundesagentur für Arbeit, die Bundeswehr und einige Firmen aus der Region ihre Infostände aufgebaut. Auf drei Etagen verteilten sich die vielen Betriebe aus den Bereichen Industrie, Handwerk und Dienstleistungen. Hier konnten sich die Jugendlichen Bewerbungstipps holen, sich über Aufstiegs- und Fortbildungsmöglichkeiten informieren und sich ein Bild von den jeweiligen Ausbildungsstätten machen. Bestenfalls konnten sie sogar schon einen Praktikumsplatz ergattern, das in einer Firma die Tür zu einem Ausbildungsplatz öffnen kann.

Alle zwei Jahre veranstalten die beiden Mittelschulen gemeinsam einen Infoabend, bei dem Betriebe aus der Region junge Menschen über ihre beruflichen Möglichkeiten aufklären. Die Veranstaltung ist Pflicht für jeden Schüler ab der achten Klasse. Dass sich hier die Zukunft trifft, war unübersehbar. „Die guten Schüler von heute sind die perfekten Arbeitskräfte von morgen“, sind sich die Veranstalter einig. Die Pädagogen Wolfgang Sax und Stephan Reichel von der Mittelschule in der Dieselstraße organisierten diesen Infoabend. Beide Lehrer fungieren dort auch als Ansprechpartner für die Berufsorientierung.

„Oft haben junge Menschen komplett falsche Vorstellungen von einem Beruf. Hier bekommen sie das richtige Bild vermittelt“, erklärt Sax. „Es sind bei der Veranstaltung auch ehemalige Schüler dabei, die nun in einer Ausbildung sind und den jungen Menschen deutlich machen wollen, dass ihre Berufswahl genau die Richtige war“, setzt der Pädagoge fort. Die Betriebe begrüßten diese Veranstaltung, denn damit wollten sie auch ein Zeichen setzen, dass jeder die Chance auf einen Ausbildungsplatz bekommt. Auch jungen Leuten von der Mittelschule stehen sämtliche Türen offen, vorausgesetzt sie haben Interesse an einem Beruf und bringen gute schulischen Leistungen mit. Selbst mit Mittelschulabschluss könne man es später einmal in seinem Job weit bringen: Schichtführer in einem Betrieb, Meister oder Ausbilder sind nur einige Beispiele die zeigen, dass man für den Erfolg kein Abitur benötigt.

Allerdings beklagt man den Mangel an Fachkräften, viele Firmen haben mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Mit solchen Veranstaltungen hofft man, gute Arbeitskräfte für die Zukunft zu gewinnen. Rektorin Birgit Huber-Heinrich von der Mittelschule in der Dieselstraße ist absolut davon überzeugt: „Jeder der arbeiten möchte, bekommt auch eine Lehrstelle.“

Veranstalter und Lehrer sind der Meinung, dass viel für die jungen Menschen in Sachen beruflicher Orientierung getan werde. Es liege letztlich an den Jugendlichen, ob sie ihre Chancen nutzen. Die Türen stehen auf alle Fälle für jeden offen.

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