Eingrünen als Auflage?

von Redaktion

Gemeinderat Neubau einer Lagerhalle in Haselbach

Aschau – Mit mehreren Bauanträgen beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Einer davon betrifft den Bau einer Lagerhalle mit Einfriedung und Stellplätzen in Haselbach. Zugleich soll das Wohnhaus umgebaut werden.

Die Halle soll rund 14 Meter lang und 11,20 Meter breit sein, die Wandhöhe liegt bei etwa drei Metern. Insgesamt sollen 16 Stellplätze für den Kfz-Handel entstehen, zwei Stellplätze für die Wohneinheit. Das Grundstück liegt im Außenbereich, das Vorhaben ist nicht privilegiert. Probleme mit dem Bau der Lagerhalle und dem Umbau des Wohnhauses sah niemand im Gremium. Christian Mayerhofer (AWG) aber störte sich an den Stellplätzen auf der asphaltierten Fläche: „Schwer, das mit zu genehmigen.“ Manfred Römer (SPD) sprach gar von einem „Schandfleck“. Daniela Reingruber (CSU) schlug vor, dass das Gelände eingegrünt werden soll. „Man kann nicht alles zubauen.“ Die Gemeinde soll auf eine Eingrünung bestehen. Außerdem empfand sie den Eisenzaun mit einer Höhe von 1,50 Metern als zu hoch. „Das ist zu viel für ein kleines Dorf.“

Hier sah Bürgermeister Alois Salzeder keinen Handlungsspielraum. „Nach der Bayerischen Bauordnung darf im Außenbereich ein Zaun bis zu zwei Meter hoch sein.“ Günter Manz (AWG) ist zwar selbst „kein Freund von solchen Zäunen“, aber einen Verlust für das Ortsbild sehe er trotzdem nicht. „Das ist nicht entscheidend, die geparkten Autos sind viel gewichtiger.“ Fahrzeuge auf befestigten Flächen abzustellen, sei zulässig, wie es im Gremium hieß.

Ob die Gemeinde dem Bauherrn eingegrünte Stellplätze zur Auflage machen kann, will die Gemeinde mit dem Landratsamt abstimmen. Bis dies geklärt ist, wird der Bauantrag zurückgestellt.hi

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