Werner Groß ist neuer Rektor

von Redaktion

Wechsel in der Führung der Realschule: Nach zwölf Jahren ist Schulleiter Hans Hautz in Ruhestand gegangen. Sein Nachfolger ist Werner Groß. Kein neues Gesicht an der Realschule, denn schon zweimal unterrichtete er in Waldkraiburg.

Waldkraiburg – Einen doppelten Wechsel erlebte die Realschule zum Schulhalbjahr. Während der Konrektorenposten durch den Weggang von Alexander Leibelt nach Simbach am Inn bis zum Schuljahrsende vakant bleibt – er wird Leiter an der dortigen Realschule – folgte auf Rektor Hans Hautz als Nachfolger Werner Groß.

Er freue sich auf seine Tätigkeit, so der neue Schulchef. Denn obwohl ihm auch andere Optionen offen gestanden waren, entschied er sich zu diesem Schritt. Seinen täglichen Schulweg von Deggendorf nach Waldkraiburg nehme er in Kauf, denn er kennt nicht nur etwa 30 der neuen alten Kollegen, hat gute Kontakte im Landkreis und zur heimischen Wirtschaft. „Ganz besonders aber schätze ich das fast familiäre Klima unter Schülern und Lehrern.“

Dies rührt sicher daher, dass Werner Groß bis 2010 zweiter Konrektor in Waldkraiburg war, bevor er als Schulchef an die Ludmilla- Realschule in Bogen mit ihren rund 640 Schülern in 25 Klassen ging. „Damals warb ich sogar Alexander Reimer mit ab, der in Niederbayern mein Konrektor wurde.“ Auch seine Frau Sabine verließ mit ihm den Landkreis und ist seitdem an der Realschule in Plattling tätig. Seine Kinder Felix und Anna befinden sich beide im Studium, sodass einem erneuten Wechsel seines Berufsortes wenig im Weg stand, gesteht der gebürtige Passauer.

Aufgewachsen mit sechs Geschwistern auf einem Bauernhof, besuchte er nach der vierstufigen Realschule die Fachoberschule und schrieb sich in München an der Fachhochschule für technische Physik ein. Zwei Jahre lang war er anschließend bei Siemens in Erlangen als Diplomingenieur im Bereich Medizintechnik tätig. Danach jedoch begann er berufsbegleitend mit dem Lehramtsstudium in den Fächern Mathematik, Physik und Informatik. Nach dem Staatsexamen und seiner Referendarszeit trat er im Schuljahr 1995/96 seine erste Planstelle an der Realschule in Waldkraiburg an. 2003 kam er als Konrektor nach Vaterstetten, wechselte 2005 in derselben Position nach Markt Schwaben und kehrte schon 2006 nach Waldkraiburg zurück, wo auch seine Frau schon seit einigen Jahren tätig war. Für beide blieb die Stadt bis 2010 schulische Heimat.

„Ich habe mich auch gleich wieder heimisch gefühlt, als ich letzte Woche zurückkam“, sagte der neue Realschulchef, der schon an seinem ersten Schultag die Klassensprecher um sich scharte: „Ihr steht im Mittelpunkt. Ich will den Lehrern Freiheit geben und sie stärken, damit durch sie ihr Schüler gestärkt werdet und das Bestmögliche herausgeholt werden kann“, lautet seine Maxime.

Gute Kontakte mit der Stadt aufbauen und pflegen, besonders auch mit den Schulen, ist sein Wunsch für die nächsten Wochen und Monate.

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