Dieselteppich im Inn: Großeinsatz der Katastrophenschützer – Verursacher ermittelt

von Redaktion

Rund 1500 Liter Dieselöl sind am Mittwoch aus einem Tank auf einem Privatgrundstück ausgelaufen und haben zu erheblichen Verschmutzungen im Inn geführt. Das teilte das Landratsamt gestern auf Anfrage zu einem Unfall mit, der einen Großeinsatz der Katastrophenschützer ausgelöst hatte. Ein Spaziergänger war auf die Ölflecken auf dem Fluss bei Bergham aufmerksam geworden und hatte die ILS Traunstein informiert. Die Feuerwehr aus Aschau, die Wasserwacht, das THW, die Kreisbrandinspektion, die Katastrophenschutzbehörde sowie das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim waren vor Ort. Wie das Landratsamt weiter mitteilt, errichteten die Einsatzkräfte im Bereich der Fischtreppe und am Stauwehr Jettenbach Ölsperren mit Ölschlängeln, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und den Ölfilm abzuschöpfen. Das THW baute eine flächendeckende Ölsperre über den gesamten Inn am Stauwehr Jettenbach auf. Polizei und Feuerwehr machten als Ursache der Verschmutzung, einen ausgelaufenen Dieseltank, auf einem Privatgrundstück zwischen den Staustufen Agg und Jettenbach aus und errichteten vor Ort eine Ölsperre, um eine weitergehende Verseuchung der Umwelt zu verhindern. Insgesamt rund 1500 Liter Diesel sind laut Angaben der Behörden ins Erdreich eingedrungen, beziehungsweise zum Teil über einen kleinen Bach in den Inn gelangt. Laut Wasserwirtschaftsamt seien keine nachhaltigen Umweltschäden und Beeinträchtigungen für Mensch, Tier und Umwelt zu erwarten, heißt es in der Mitteilung. Ein Sachverständiger und ein Vertreter der Wasserwirtschaft begutachteten gestern die Verschmutzung des Erdreichs auf dem Privatgrundstück des Verursachers. Der Aushub des kontaminierten Bodens kann zügig erfolgen. Insgesamt waren 59 Kräfte im Einsatz. Die Ölsperren und Ölschlängel zur Abschöpfung des Ölfilms werden laufend kontrolliert und gegebenenfalls ausgetauscht. Der Verursacher muss mit einer Anzeige rechnen.Fotos FIB/Orsulic

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