Waldkraiburg – Tausende gut aufgelegte Menschen lockt der Fasching am Samstag wieder nach Waldkraiburg. Zuerst zum Faschingszug durch die Straßen der Stadt, dann zum ausgelassenen Faschingstreiben am Sartrouville-Platz.
Es ist der 23. Faschingszug der neueren Zeitrechnung: 1100 Mitwirkende und 37 Wagen waren beim ersten Zug 1997 dabei. 55 Wagen und Fahrzeuge und mehr als 2000 Teilnehmer kündigen Astrid Legler und Sandra Wajand diesmal an. Die beiden Aktivposten bei der Faschingsgesellschaft Waldburgia stecken viel Energie und viele ehrenamtliche Stunden in die Vorbereitung dieser Großveranstaltung. Stadt, Polizei, Feuerwehr sitzen mit im Boot, um alles für einen möglichst reibungslosen und unfallfreien Verlauf der Veranstaltung zu tun.
Alle Mitwirkenden tragen große Verantwortung dafür, dass nichts passiert und der Faschingszug auch künftig in Waldkraiburg willkommen ist. Leider ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu gefährlichem Fehlverhalten von Teilnehmern und Besuchern und Störungen von Anwohnern gekommen. Aus diesem Grund appelliert Waldburgia-Präsident Charly Salinger an alle Mitwirkenden und Besucher.
• „Betrunkene Zugbegleiter werden nicht mehr akzeptiert“, so Salinger. Die Polizei werde darauf ein Auge werfen. „Bei den Fahrern ist Alkohol ohnehin ein No Go“, ergänzt Norbert Meindl, Leiter des städtischen Ordnungsamtes. Er bringt die goldene Regel für den Faschingszug auf den Punkt: „Alle, die zum Feiern da sind, dürfen was trinken, alle, die arbeiten, nicht!“
• Tabu ist laut Charly Salinger auch das Aus- und Einsteigen während der Fahrt. Das sei extrem gefährlich.
• Aus Sicherheitsgründen sind die Teilnehmer auf den Wagen angehalten, Guatl und andere Gegenstände nicht vor die Wagen zu werfen, sondern in die Menge am Straßenrand. An die Erwachsenen Schaulustigen richtet die Waldburgia die dringende Bitte, besser auf die Kinder zu achten.
• Für Verärgerung bei den Anwohnern sorgen die „Partys“, die nach dem Ende des Faschingstreibens bis tief in die Nacht bei lauter Musik auf den Faschingswagen am Volksfestplatz gefeiert werden. Charly Salinger spricht von einer „letzten Warnung. Wir versuchen es nochmal im Guadn!“ Sollte es auch in diesem Jahr zu Störungen kommen, werde der zentrumsnahe Volksfestplatz, von dem aus man so bequem zum Sartrouville-Platz kommt, als Parkplatz gesperrt. Ausdrücklich und schriftlich wurden die Verantwortlichen der mitwirkenden Gruppen auf das richtige Verhalten beim Faschingszug hingewiesen.
In diesem Jahr hat die Waldburgia noch einmal davon abgesehen, eine in anderen Orten längst übliche Kaution von den Mitwirkenden zu verlangen, die bei Fehlverhalten einbehalten wird. Im nächsten Jahr werde sich das wohl nicht mehr vermeiden lassen, so Salinger.