Viele Weichen sind gestellt

von Redaktion

Versammlung der Aschauer Wählergemeinschaft – Wohnraum wichtiges Thema

Aschau – Aus formellen und organisatorischen Gründen hat eine Versammlung der AWG den Vorschlag von Christian Mayerhofer abgelehnt, eine gemeinsame Liste aller Fraktionen für die Gemeinderatswahlen anzustreben (wir berichteten).

Die vergangene Amtsperiode war für die AWG nicht immer leicht: Gemeinderätin Brigitte Schebesta verstarb überraschend und Gertraud Langbauer verließ die AWG. Nach den beiden Verlusten aber hätte sich die Arbeit der AWG für die Gemeinde wieder stabilisiert, viele Projekte seien angestoßen worden, wie AWG-Sprecher Günther Manz in seinem Rückblick sagte. Nicht alles, was die AWG auf dem Plan hatte, konnte verwirklicht werden, aber die Vorarbeit wurde geleistet und sei die Grundlage für die Entwicklung der nächsten Jahre.

In der Diskussion nahm vor allem das Thema „Schaffung von Wohnraum“ ein breites Feld ein. Die „jungen Aschauer“ seien durch die Ausweisung von Baugrund gut versorgt, sagte Bürgermeister Alois Salzeder. Für ältere Bürger dagegen könne betreutes Wohnen – in welcher Form auch immer – zum Problem werden. Viele alte Leute möchten so lange wie möglich im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung bleiben. Erst wenn es gar nicht mehr gehe, sei eine Veränderung geplant. „Dafür könnten wir hier in Aschau noch nichts anbieten“, erläuterte Alois Salzeder.

Einiges sei angedacht worden, konnte aber aus verschiedenen Gründen noch nicht verwirklicht werden. „Auch die Bürgerbefragungen sind ein demokratisches Mittel. Wenn sie jedoch überstrapaziert werden, verliert die Arbeit der Gemeinderäte an Glaubwürdigkeit“, sagte Salzeder.

Weitere Themen des Abends waren die weiteren Planungen für das Pichlmeier-Gasthaus – hier soll die Bevölkerung nochmals enger eingebunden werden, bevor ein Architektenwettbewerb endgültig über die weitere Nutzung entscheiden soll.

Ebenso soll in naher Zukunft über das Pfarrhaus entschieden werden. Es soll erhalten bleiben. Die Gemeinde hat einen Bebauungsplan für das Gebiet auf den Weg gebracht, sodass auch der Obstgarten und der Umgriff erhalten werden.

Beim Schwimmbad ist die Waldkraiburger Planung abzuwarten, ehe die Gemeinde tätig wird. „Viel Arbeit wartet auf den neuen Gemeinderat und den zukünftigen Bürgermeister. Dennoch lohnen sich das Engagement und der Einsatz für ein zukunftsfähiges, lebenswertes Aschau. Die Weichen sind schon gestellt“, so Fraktionssprecher Manz. hpf

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