Ausgelassen feiern und lustig sein – wann geht das besser als im Fasching. Einfach mal in ein Kostüm schlüpfen und jemand anders sein – dazu muss Fasching sein. Pflegenotstand, Hambacher Forst und Super Mario – so unterschiedliche Themen bringt nur der Faschingszug zusammen. Der hat in der Stadt am Wochenende zahlreiche Zuschauer – verkleidet oder nicht – auf die Straßen gelockt und Kindern volle Tüten mit Süßigkeiten beschert. Nur blöd, dass ausgerechnet jetzt die Fastenzeit beginnt.
Der Fasching ist vorbei, es wird wieder ernst. Oder Zeit für Verbesserungen. Denn viel zu lachen hatten die Bewohner der Prager Straße in den vergangenen Wochen wirklich nicht. Seit Mitte Januar ist in dem sechsstöckigen Haus der Fahrstuhl außer Betrieb. Die Bewohner – darunter auch gehbehinderte – müssen seitdem zu Fuß rauf und runter. Dass die Hausverwaltung den Mietern eine Mietminderung anbietet, ist nichts Besonderes. Denn das Recht darauf haben die Bewohner ohnehin.
Von den Ankündigungen, einen Einkaufshelfer zu organisieren oder Mineralwasser vor die Tür zu stellen, ist nichts geblieben. Stattdessen habe man sich in den vergangenen Tagen darauf konzentriert, eine Lösung für den Fahrstuhl zu finden. Die Mieter ließ man währenddessen allein. Keiner da, der beim Tragen der Einkaufstüten in die oberen Etagen geholfen hätte. Gerade für Alte und Gehschwache wäre das eine enorme Erleichterung gewesen.
Jetzt aber soll endlich wieder Bewegung in den Fahrstuhl und eine Reparatur kommen. Das wird auch höchste Zeit. Denn die vergangenen sieben Wochen waren für die Mieter nicht lustig.
Nicht ganz einfach sind gerade die Zeiten für den EHC: Sportlich geht es nur holprig voran, das Tauziehen um die Jugendmannschaften beherrscht die Schlagzeilen. Aber nicht nächste Woche, denn dann feiert der Verein seinen 50. Geburtstag. Ein halbes Jahrhundert EHC, ein halbes Jahrhundert Emotionen, Hochs und Tiefs. Eine gute Gelegenheit für Fans, Spieler und Verantwortliche zum Feiern und Fröhlichsein. Und uns zu schreiben, warum sie ihren Verein lieben (redaktion@waldkraiburger-nachrichten.de). Denn ernst wird es ohnehin wieder schnell genug.
Raphaela Lohmann