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Förderverein aus der Taufe gehoben

von Redaktion

Der Marktgemeinderat hat die Weichen für ein Naturbad in Kraiburg gestellt. Unterstützung kommt von einem neuen Förderverein, der am Wochenende aus der Taufe gehoben wurde. Gründungsvorsitzender ist Josef Wimmer junior.

Kraiburg – Seit 2015 ist das Kraiburger Freibad wegen Chlorproblemen geschlossen, die Sanierung wäre zu teuer gekommen. Jetzt hat sich eine Interessengruppe gebildet, die den Bau und Betrieb eines neuen Naturbades unterstützen will. Der neue Förderverein hat sich bereits eine Satzung gegeben und einen Vorstand gewählt.

Zahlreiche Interessierte trafen sich im Gasthaus Unterbräu, um einen „Förderverein Naturbad“ aus der Taufe zu heben. Josef Wimmer junior, einer der Initiatoren, berichtete, dass sich die am Naturbad Interessierten zahlreiche ähnliche Bäder angesehen und ihre Ideen in einer Sitzung des Gemeinderates eingebracht hätten (wir berichteten).

Gerald Seidinger nannte die Aufgaben des neuen Vereins: Um die Attraktivität des Naturbads zu steigern, solle dieser Finanzmittel für die Anschaffung von Spielgeräten und den Bau eines Stegs beschaffen, Veranstaltungen zum Erwerb von Geldern auf die Beine stellen und die Gemeinde Kraiburg bei der Umsetzung des Projekts unterstützen. Als Rahmenbedingungen nannte Seidinger das generelle Hundeverbot am und im Naturbad und die Einzäunung und Absperrung des Areals. Ein Baubeschluss liege bereits vor. Das bisherige Babybecken soll erhalten bleiben, ein Kiosk bewirtschaftet werden. Es ist auch an die Errichtung von Fußballtoren und einen Beachvolleyballplatz gedacht.

Bürgermeister Herbert Heiml informierte die Bürger über das Naturbad in Großhabersdorf, einer Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Fürth mit etwa 4000 Einwohnern. Dieses Bad hatte Bürgermeister und Gemeinderäte bei ihren Besichtigungen am meisten beeindruckt. Das Kraiburger Naturbad soll attraktive Elemente wie Rutsche oder Schwimminsel bekommen. Einen Sprungturm schloss Heiml aber aus. Es solle mit Maßen von 50 auf 20 Metern so gestaltet werden, dass vernünftiges Schwimmen möglich sei. Gleichzeitig ist aber auch an Bereiche für Nichtschwimmer gedacht. Die Gemeinde will Eintritt verlangen. Über die Höhe soll in der Sitzung des Gemeinderates am heutigen Dienstag entschieden werden.

An Kosten sind für die Außenanlagen 766360 Euro kalkuliert, die Baunebenkosten betragen 17850 Euro, sodass insgesamt gut 784000 Euro zu stemmen sind.

Tobias Rauscher trug die ausgearbeitete Vereinssatzung vor, die einstimmig angenommen wurde. Der Verein soll den Namen „Förderverein Naturbad Kraiburg“ tragen, nach dem Eintrag ins Vereinsregister kommt das Kürzel „e. V.“ hinzu. Der eingetragene Verein ist gemeinnützig.

Der Verein besitzt bereits eine von Thomas Schuster erstellte Internetseite, unter www.foerderverein-naturbad-kraiburg.de können sich Interessierte informieren.

Kraiburger Badehistorie

Bei den Wahlen in der Gründungsversammlung wurde Josef Wimmer junior zum Vorsitzenden des Fördervereins gewählt. Gerald Seidinger ist Zweiter Vorsitzender, Tobias Rauscher Dritter Vorsitzender. Das Amt des Schatzmeisters bekleidet Georg Kiefinger. Claudia Heinrich fungiert als Schriftführerin, vier Beisitzer sind die Gemeinderäte Angelika Hefer, Ernst Kirmeier, Werner Schreiber und Anton Voglmaier. Alle Mitglieder des Vorstands wurden ohne Gegenstimme gewählt.hra

Der Gründungsvorstand

Bürgermeister Dr. Herbert Heiml blickte auf die Kraiburger Badehistorie zurück: Seit Anfang des 20. Jahrhunderts habe Kraiburg Badeplätze am Inn besessen (am Reichinger Weg), 1932 wurde ein Schwimmbad an den Bruckhäusln errichtet. Mitte der 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde das jetzt geschlossene Schwimmbad gebaut, es sei immer Treff- und Mittelpunkt für Kraiburg und Umgebung gewesen, so Dr. Heiml.hra

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