Kampf ums Gymnasium: Waldkraiburg hatte die besseren Karten

von Redaktion

Waldkraiburg und die Welt – Mit guten Nachrichten kommt Bürgermeister Josef Kriegisch von einem Termin bei der Regierung zurück: Die Chancen, den Bau eines Gymnasiums in Waldkraiburg im bayerischen Schulentwicklungsplan zu verankern, stehen gut. Das berichtet die Zeitung in der Woche vor 50 Jahren.

Sicher ist, dass nur ein weiterer Standort realisiert wird, Waldkraiburg oder Altötting. Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Stadt habe Waldkraiburg die besseren Karten, ist Kriegisch überzeugt. Einwände kommen aus dem Kultusministerium, dass die notwendigen Schülerzahlen in Waldkraiburg nicht erreicht werden. Nur 17 Kinder aus Waldkraiburg besuchen die fünfte Klasse am Gymnasium Mühldorf. Der Bürgermeister hält aktuelle Umfragezahlen entgegen. 82 Eltern der entsprechenden Jahrgangsstufe haben demnach erklärt, ihre Kinder aufs Gymnasium zu schicken, sofern ein solches in der Stadt sei.

Der Künstler Ferdinand Staeger ist in einer Ausstellung im Haus der Kunst mit sechs Gemälden vertreten. Der 89-jährige Maler und Grafiker wohnt seit elf Jahren in einem Atelierhaus, das ihm die Stadt zur Verfügung stellt. Wenige Jahre zuvor wurde Staeger mit dem Ehrenbrief der Sudetendeutschen Landsmannschaft ausgezeichnet und in seiner böhmischen Heimatstadt eine Straße nach ihm benannt. (Heute ist der Künstler wegen seiner Nähe zu den Machthabern im Dritten Reich hoch umstritten.)

Bayerns Beamte haben am Josefitag frei. Auch die Läden bleiben während der Gottesdienstzeiten geschlossen. Die bayerischen Bischöfe hatten zwar den Verzicht auf den staatlichen Schutz für diesen und zwei weitere Feiertage („Peter und Paul“, „Unbefleckte Empfängnis Mariens“) erklärt, der Landtag aber eine Veränderung des Feiertagsgesetzes noch nicht auf den Weg gebracht. hg

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