72 aktive Feuerwehrleute

275 Einsätze – fast 10000 Stunden

von Redaktion

Viele erinnern sich noch an den Großbrand in der Adlergebirgsstraße. Bei 274 weiteren Einsätzen war die Feuerwehr Waldkraiburg 2018 gefordert. Die 72 Aktiven leisteten inklusive Aus- und Fortbildung fast 10000 Einsatzstunden. Das geht aus der aktuellen Statistik hervor.

Waldkraiburg – Wie vielfältig und fordernd der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Waldkraiburg ist, das machte Kommandant Bernhard Vietze in seinem Einsatzbericht in der Jahreshauptversammlung deutlich. Besonders hob Vietze dabei den Brand in der Adlergebirgsstraße hervor, die Bergung eines Tanklastzuges auf der Kreisstraße MÜ 38 sowie den außergewöhnlichen Einsatz, den eine Panne beim Winterstreudienst im Industriegebiet erforderlich gemacht hatte.

Der Kommandant listete in seinem Bericht insgesamt 275 Einsätze auf. 53-mal wurde die Feuerwehr wegen eines Brandes alarmiert, darunter 17 kleine und sechs mittlere Brände sowie einGroßbrand. Dies war der Brand in der Adlergebirgsstraße. Zehn Stunden dauerte der Einsatz. Zwei Feuerwehrkameraden wurden leicht verletzt, Bewohner kamen nicht zu Schaden.

29-mal war der Brand beim Eintreffen bereits gelöscht. Für die Brände wendeten die Aktiven 1371 Einsatzstunden auf. 93-mal leisteten sie technische Hilfe. 15-mal wurde der Rettungsdienst mit Rettungskorb oder Tragediensten unterstützt. Zwölf Wohnungen oder Räume wurden bei akuter Gefahr geöffnet. Verkehrsunfälle erforderten 15, Stürme sieben und Wasserschäden wie Rohrbruch fünf Einsätze. In vier Fällen waren Ölspuren von der Fahrbahn zu entfernen. 44-mal musste die Feuerwehr Sicherheitswachen stellen, 32-mal für die Theaterbühne im Haus der Kultur, zehnmal bei Veranstaltungen mit Dekoration, zum Beispiel Faschingsbällen. Einen neuen Höchststand erreichten die Fehlalarmierungen mit 68 Fällen, achtmal handelte es sich um eine böswillige Täuschung. 42 Personen wurden bei Einsätzen versorgt oder betreut, 18-mal wurden Personen über die Drehleiter gerettet. Zwölf Menschen wurden in sonstigen Fällen ohne Einsatz der Leiter gerettet, acht mussten medizinisch erstversorgt werden. Insgesamt wurden im Jahr 2018 für Einsätze, Aus- und Fortbildungen und sonstige Tätigkeiten nicht weniger als 9827 Stunden geleistet; der Zeitaufwand für Lehrgänge an den staatlichen Feuerwehrschulen ist darin nicht enthalten. Bürgermeister Robert Pötzsch zeigte sich beeindruckt. Es sei schon unglaublich, was Feuerwehrleute alles ertragen müssen, wenn sie an einen Einsatzort gerufen werden.

Landrat Georg Huber dankte vor allem den Partnern der Feuerwehrleute und den Betrieben, die ihre Beschäftigten immer wieder freistellen, wenn sie zu Einsätzen ausrücken müssen.

War es das wert, mitten in der Nacht um 3 Uhr aus dem Bett geworfen zu werden? – Kreisbrandrat Harald Lechertshuber beantwortete die Frage, die sich viele Aktive der Feuerwehr stellen, mit einem entschiedenen „Ja!“

Ein Bericht über den Versammlungsteil folgt.

Durchschnittsalter liegt bei 32 Jahren

Die Feuerwehr Waldkraiburg hat 72 Aktive im Alter von 18 bis 65 Jahren, davon zwölf Frauen. Zwei neue Mitglieder wurden aufgenommen. Zehn Aktive beendeten ihre Dienstzeit aus Altersgründen oder traten aus. Das Durchschnittsalter der Aktiven liegt bei 32 Jahren.hra

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