Maria Regler
Pfarrgemeinderätin
Angelika Kölbl
AWO-Kreisverband
Clemens Rude
Ehrenamtler
Pater Bernhard Stiegler
Pfarrerverbandsleiter
Waldkraiburg – Mit einem Gottesdienst, einer Feier und Stunden der offenen Tür hat die Caritas ihren neuen Standort im Waldkraiburger Süden eröffnet. So viele Freunde und Kooperationspartner aus Kirchen, Sozialverbänden und sozialen Initiativen, aus Politik und Wirtschaft waren gekommen, dass das alte Pfarrhaus an der Franz-Liszt-Straße sie kaum fassen konnte.
Im „Treffpunkt Miteinand“ bündelt der katholische Wohlfahrtsverband künftig die sozialen Fachdienste (mit Ausnahme der Suchtambulanz). Und: Das ehemalige Pfarrhaus soll als Begegnungsort etabliert werden. Der Name „Treffpunkt Miteinand“ ist also Programm.
Dies machte Caritas-Kreisgeschäftsführer Richard Stefke deutlich. „Wir kommen mit der festen Überzeugung, dass Integration dann gelingen kann, wenn Menschen etwas voneinander erfahren, sich kennenlernen, sich austauschen.“ Das neue Angebot möchte helfen, „die Unterscheidung zwischen Geflüchteten, Migranten und Einheimischen zu überwinden: Wir stehen als Caritas an der Seite der Schwächsten, der Mensch steht im Mittelpunkt, egal wo er herkommt und was er mitbringt.“
Das Konzept des Treffpunkts, der mit kirchlichen und staatlichen Mitteln sowie einem hohen Zuschuss der „Aktion Mensch“ finanziert wird, ist für Eva-Maria Gartner eine logische Konsequenz aus der Geschichte und der kulturellen Vielfalt Waldkraiburgs. Die Sozialarbeiterin, die die Einrichtung leitet, ist in der sozialen Beratung tätig und Ansprechpartnerin für alle Fragen zum Thema Migration.
Fünf Kollegen und Kolleginnen arbeiten im Treffpunkt in Teil- oder Vollzeit mit: Christiane Karademir, die für die Verwaltung zuständig ist, und Sabine Lüdtke, die als Ehrenamtskoordinatorin Ansprechpartnerin für die Projekte ist. Sport und Spiel, Kochen, Handarbeiten oder Hausaufgabenbetreuung und vieles andere mehr ist möglich. Kathrin Bauer unterstützt als Wohnungslotsin die Klienten bei der schwierigen Suche nach Wohnungen. Robert Lauxen bringt seine Erfahrung in der sozialen Beratung und Migrationsberatung ein, Uwe Ulbrich in der Schuldner- und Insolvenzberatung.
Der Caritas, das betonte Geschäftsführer Stefke ausdrücklich, gehe es nicht darum, die Initiativen der Kirchen oder des AK Asyl in Waldkraiburg zu ersetzen, sondern sich einzureihen und den eigenen Beitrag zu erweitern. Es gebe im Landkreis bereits ein großes Netzwerk des Miteinanders, sagte Landrat Georg Huber. Er hofft, dass durch die Initiative der Caritas das Miteinander zwischen Generationen und sozialen Schichten in Waldkraiburg gefördert werde. Von einer weiteren Anlaufstelle über die Anstrengungen der Verwaltung und des Ehrenamts hinaus sprach Bürgermeister Robert Pötzsch. Er wünsche sich, dass aus der Einrichtung ein „Haus des Zusammenführens und des Zusammenwachsens“ werde.
Pfarrverbandsleiter Pater Bernhard Stiegler ist froh, dass eine gute Nutzung für das Pfarrhaus gefunden wurden. Er sprach von einer „Win-Win-Situation“. Dass das Gebäude in nur drei Monaten renoviert wurde, daran hat Walter Weiß großen Anteil, der die ehrenamtliche Bauleitung übernahm.